Hochdruck-Wassernebel statt Löschwasser

Schieder empfiehlt: "Wirklich löschen lassen sich solche Brände nicht, man kann sie eigentlich nur kontrolliert abbrennen lassen. Dabei muss die Umgebung so mit Wasser gekühlt werden, dass der Brand nicht auf andere Fahrzeuge oder andere Container übergreifen kann. Dafür könnte man zum Beispiel Systeme installieren, die einen Hochdruck-Wassernebel versprühen. Das kühlt enorm und braucht wenig Wasser."

Mit zu großen Wassermengen, die auf den großen offenen Autodecks hin und her schwappen können, werde das Schiff hingegen instabil. Geringere Wassermengen ließen sich besser beherrschen beziehungsweise ableiten und gefährdeten die Stabilität des Schiffes nicht.

Auch Verbrennerautos brennen häufig

Allerdings sind die Forderungen der Versicherer nach einem besseren Brandschutz an Bord nicht neu. Schon 2017, als noch kaum Elektroautos transportiert wurden, warnte der GDV vor einer hohen Brandgefahr auf Autofähren. "Nach einer Statistik der Nordic Association of Marine Insurers (Cefor) bricht jährlich auf 1,5 Prozent der Autofähren Feuer aus – also auf jedem 65. Schiff. Bei Schüttgutfrachtern, Containerschiffen oder Tankern ist die Quote mit 0,3 bis 0,5 Prozent deutlich niedriger; reine Passagierschiffe liegen bei knapp einem Prozent", hieß es damals.

Darüber hinaus verwies der GDV auf eine Analyse der International Maritime Organisation (IMO) der Vereinten Nationen. Diese sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die eigentliche Gefahrenquelle auf Autofähren die Fahrzeuge seien. "Fast 80 Prozent der untersuchten Brände auf Autofähren zwischen 1994 und 2011 gingen von einem Fahrzeug an Deck aus. Allein in Brand geratene Aggregate von Kühltrailern waren für mehr als 25 Prozent der Vorfälle verantwortlich", schrieb der Verband.

Brandrisiko durch Akkus gestiegen

Laut der aktuellen Schifffahrtsstudie des Industrieversicherers AGCS ist die Zahl der Totalverluste bei großen Schiffen im vergangenen Jahr auf einen "historischen Tiefstand" gesunken. Brände hätten dabei aber zum Verlust von 8 der 38 Schiffe und zu mehr als 200 Unfällen geführt. Ursache für das steigende Brandrisiko sei der Transport von Elektrofahrzeugen und sonstiger batteriebetriebener Güter. Größere Schiffe und falsch deklarierte Fracht verschärften das Problem zusätzlich.

Weiter schreibt die AGCS: "Hauptursachen für Brände durch Lithium-Ionen-Akkus sind zum einen Produktionsdefekte, zum anderen beschädigte Batteriezellen oder Geräte, eine Überladung oder Kurzschlüsse. Es drohen Brände, die sich selbst weiter anfachen und sogar Explosionen verursachen können." Brände in Elektroautos mit Lithium-Ionen-Batterien könnten "heftiger brennen, sind schwer zu löschen und können sich spontan wieder entzünden", heißt es in dem vollständigen Bericht (PDF).

Was sollten die Reeder nach Ansicht der AGCS daher tun?

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 Elektromobilität: Warum Autotransporte auf dem Wasser gefährlicher werdenVorbeugende Maßnahmen empfohlen 
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Sharra 30. Jul 2023

Nein, das "Kotzen" kann man auch einfach sein lassen. Verstehst du aber offensichtlich...

acl 30. Jul 2023

Durch Kontakt mit Wasser kann jedoch Flusssäure entstehen. Die Menge dürfte sicherlich...

forenuser 29. Jul 2023

Welches Indiz hat den für den Brand eines E-Auto Akkus gesprochen?

CreateurDeMalheur 29. Jul 2023

Du wirst H2 im PKW weiterhin nur als Nische erleben. Von daher seh ich das entspannt...



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