Abo
  • IT-Karriere:

Elektromobilität: VW soll deutlich weniger Akkus von Samsung bekommen

Die Akkulieferung ist weiterhin das Nadelöhr bei der Produktion von Elektroautos. Volkswagen muss angeblich Batteriezellen für Hundertausende Autos von anderen Lieferanten besorgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Massenproduktion des VW ID hängt vor allem von den Batterielieferanten ab.
Die Massenproduktion des VW ID hängt vor allem von den Batterielieferanten ab. (Bild: Volkswagen)

Der Autokonzern Volkswagen hat offenbar Probleme mit dem Batterielieferanten Samsung. Einem Bericht des Wirtschaftsdienstes Bloomberg zufolge ist die Lieferung von Akkuzellkapazitäten in Höhe von 20 Gigawattstunden (GWh) gefährdet. Da der koreanische Hersteller voraussichtlich weniger als fünf GWh liefern werde, müsse VW die Differenz mit Batteriezellen anderer Produzenten kompensieren. Hauptlieferanten für Zellen und Akkupakete bleiben die südkoreanischen Anbieter SK Innovation (SKI) und LG Chem sowie der chinesische Hersteller CATL.

Stellenmarkt
  1. GEWOBAU Wohnungsgenossenschaft Essen eG, Essen
  2. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn

Mit einer Produktionskapazität von 20 GWh lassen sich knapp 450.000 Autos mit jeweils 45-kWh-Akkus ausstatten. Volkswagen will den günstigen VW ID mit einer solchen Batterie im kommenden Jahr auf den Markt bringen. Der Einschätzung eines Analysten zufolge hat VW künftig einen jährlichen Bedarf an Akku-Kapazität in Höhe von 300 GWh, um die ehrgeizigen Verkaufsziele zu erreichen. Anderen Berichten zufolge beläuft sich der Bedarf auf 150 GWh. Zum Vergleich: Teslas "Gigafactory 1" im US-Bundesstaat Nevada produziert derzeit Akkus mit einer Kapazität von 24 GWh im Jahr, obwohl die Fabrik eigentlich auf eine Produktion von 35 GWh ausgelegt sein soll.

Eigene Zellfertigung geplant

Hintergrund für die Lieferkürzungen bei Samsung soll sein, dass in den Detailverhandlungen unterschiedliche Vorstellungen zu Produktionsvolumina und Lieferfristen zutage getreten seien. Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge sollen die Probleme mit Samsung aufgetreten sein, nachdem Volkswagen im November 2018 den südkoreanischen Batteriehersteller SK Innovation als weiteren strategischen Lieferanten für Elektrofahrzeuge benannt hatte. Mit SKI berate Volkswagen dem Vernehmen nach auch über eine Kooperation beim geplanten Einstieg in eine eigene Batteriezellfertigung in Europa.

VW teilte laut Bloomberg lediglich mit, dass Samsung weiterhin Batteriezelllieferant für Europa bleibe. Die Koreaner selbst hätten keine Stellungnahme abgeben wollen.

Mitte Mai 2019 hatte Volkswagen bekanntgegeben, im niedersächsischen Salzgitter eine Akkuzellfertigung aufzubauen. Laut Berliner Tagesspiegel wird als Partner das schwedische Unternehmen Northvolt fungieren. Volkswagen schloss sich jüngst mit weiteren Partnern zur European Battery Union (EBU) zusammen, um die Akkuforschung europaweit voranzutreiben.

Produktionsprobleme durch fehlende Batterien soll es derzeit bei der VW-Tochter Audi geben. Weil Akkus nicht in der erforderlichen Menge vorhanden seien, müsse die für 2019 geplante Produktion für den E-Tron zurückgefahren werden. Eigentlich habe der Automobilhersteller demnach geplant, im Jahr 2019 55.830 E-Tron zu bauen. Nun soll die Produktion auf 45.242 Einheiten reduziert worden sein. Das SUV wird mit Akkus von LG Chem ausgestattet.

  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
  • Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)
Volkswagens Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)


Anzeige
Top-Angebote
  1. 169,90€ + Versand (Vergleichspreis 214,27€ + Versand)
  2. auf Geräte von Acer, BenQ, Epson und Optoma
  3. 279€ (Bestpreis!)

SanderK 02. Jun 2019

Nein! Da ist was dran und ich hab vor dem nächsten Auto auch Budget, Verfügbarkeit und...

hotzi67 02. Jun 2019

Joah, Frau Holle... 55k als Durchschnittseinkommen. Nur, wenn man die richtige Anzahl der...

E-Mover 31. Mai 2019

... Nein, die 2170 Zellen aus der Giga Factory landen nur im Model 3 und in Powerwalls...


Folgen Sie uns
       


Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box ist ein HDMI-Splitter, über den Hue Sync verwendet werden kann. Im ersten Kurztest funktioniert das neue Gerät gut.

Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen Video aufrufen
Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

Inside Bill's Brain rezensiert: Nicht nur in Bill Gates' Kopf herrscht Chaos
Inside Bill's Brain rezensiert
Nicht nur in Bill Gates' Kopf herrscht Chaos

Einer der erfolgreichsten Menschen der Welt ist eben auch nur ein Mensch: Die Netflix-Doku Inside Bill's Brain - Decoding Bill Gates zeichnet das teils emotionale Porträt eines introvertierten und schlauen Nerds, schweift aber leider zu oft in die gemeinnützige Arbeit des Microsoft-Gründers ab.
Eine Rezension von Oliver Nickel

  1. Microsoft Netflix bringt dreiteilige Dokumentation über Bill Gates

Akku-FAQ: Vergesst den Memory-Effekt - vorerst!
Akku-FAQ
Vergesst den Memory-Effekt - vorerst!

Soll man Akkus ganz entladen oder nie unter 20 Prozent fallen lassen - oder garantiert ein ganz anderes Verhalten eine möglichst lange Lebensdauer? Und was ist mit dem Memory-Effekt? Wir geben Antworten.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Müll Pfand auf Fahrrad-Akkus gefordert
  2. Akku-FAQ Wo bleiben billige E-Autos?
  3. Echion Technologies Neuer Akku soll sich in sechs Minuten laden lassen

    •  /