Elektromobilität: VW sichert sich Lithium aus dem Oberrheingraben

Das Lithium für Akkus von Elektroautos wird knapp. VW will den Rohstoff für die eigene Akkuproduktion künftig aus Süddeutschland beziehen.

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VW ID.4 an der Ladestation (Symbolbild): kurze Transportwege, weniger Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten
VW ID.4 an der Ladestation (Symbolbild): kurze Transportwege, weniger Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Lithium aus dem südwestdeutschen Untergrund: Volkswagen (VW) wird künftig das Lithium für seine Akkus aus der Oberrheinischen Tiefebene beziehen.

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VW habe mit der Vulcan-Gruppe einen verbindlichen Abnahmevertrag geschlossen, teilte das australische Unternehmen mit. Danach wird Vulcan den Autokonzern ab dem Jahr 2026 mit Lithiumhydroxid in Akkuqualität beliefern. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren.

Vulcan will das Lithium im Oberrheingraben fördern. Dort befinden sich mehrere Geothermiekraftwerke, die heißes Wasser aus einer Tiefe von 2.000 bis 5.000 Metern fördern. Bei Analysen des geförderten Tiefengrundwassers wurde auch eine vergleichsweise hohe Konzentration von Lithium festgestellt: Im Schnitt enthält ein Liter des Tiefengrundwassers rund 160 mg Lithium, an einzelnen Bohrungen noch mehr.

Lithiumgewinnung in Geothermiekraftwerken

Vulcan will an den Geothermiekraftwerken Anlagen installieren, die das begehrte Alkalimetall aus dem Thermalwasser extrahieren, bevor das Wasser wieder in die Erde injiziert wird. Vorteil ist, dass das lithiumhaltige Wasser ohnehin nach oben gepumpt wird. Die Lithiumgewinnung ist lediglich ein weiterer Schritt, der sich mit relativ geringem Aufwand ergänzen lässt.

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Die von Vulcan entwickelte Technik soll eine Lithiumförderung ohne Kohlendioxidemissionen ermöglichen. Die Transportwege sind zudem kürzer, als wenn das Lithium importiert wird. Zudem verringert die Gewinnung im Oberrheingraben die Abhängigkeit von Lieferanten aus dem Ausland.

Wegen der steigenden Nachfrage durch die Akkuproduktion ist Lithium inzwischen knapp. Die Nachfrage ist höher als das Angebot. Entsprechend sind die Preise zuletzt stark gestiegen.

VW hat Anfang des Jahres angekündigt, bis 2030 insgesamt sechs Produktionsstätten für Akkuzellen zu bauen. Die erste Akkuzellfabrik soll 2025 in Salzgitter in Betrieb gehen. Zusammen sollen die Fabriken in der Endausbaustufe Zellen mit einem Energiegesamtwert von 240 Gigawattstunden im Jahr produzieren.

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