Elektromobilität: VW baut sechs Akku-Fabriken und 18.000 Ladestationen

VW geht den Weg in die Elektromobilität weiter: Der Konzern will seine Akkuzellen selbst produzieren und baut mehr Ladesäulen auf.

Artikel veröffentlicht am ,
VW IS.3 an einer Aral-Ladesäule: sechs Akkufabriken und mehrere tausend neue Ladesäulen
VW IS.3 an einer Aral-Ladesäule: sechs Akkufabriken und mehrere tausend neue Ladesäulen (Bild: Aral)

Mehr eigene Akkuzellen: Volkswagen (VW) will bis Ende des Jahrzehnts insgesamt sechs Produktionsstätten für Akkuzellen bauen. Das hat der Konzern auf seinem ersten Power Day angekündigt. Zudem baut VW seine Schnellladeinfrastruktur aus.

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"E-Mobilität ist zu unserem Kerngeschäft geworden", sagte VW-Chef Herbert Diess. "Nun integrieren wir systematisch weitere Stufen in der Wertschöpfungskette. Wir sichern uns langfristig eine Pole-Position im Rennen um die beste Batterie und das beste Kundenerlebnis im Zeitalter der emissionslosen Mobilität."

VW will sechs Akkufabriken bauen

Zur Integration der Wertschöpfung gehört, Akkuzellen nicht mehr von Zulieferern zu beziehen, sondern diese selbst herzustellen. "Bis 2030 wollen wir gemeinsam mit Partnern insgesamt sechs Zellfabriken in Europa in Betrieb nehmen und so Versorgungssicherheit garantieren", sagte Technik-Vorstand Thomas Schmall. Zusammen sollen die Fabriken Endausbaustufe Zellen mit einem Energiegesamtwert von 240 Gigawattstunden im Jahr produzieren.

Zunächst sollen zwei Fabriken gebaut werden. Eine davon soll am Standort Salzgitter entstehen. Dort gibt es bereits eine Pilotanlage für die Kleinserienfertigung sowie seit Kurzem eine Testanlage für das Recycling von Autoakkus. In Salzgitter will VW ab 2025 die Einheitszelle für das Volumensegment produzieren.

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Die zweite Akkufabrik baut VW zusammen mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt in Skellefteå. In Nordschweden sollen Premium-Zellen hergestellt werden. Die Produktion soll 2023 anlaufen. Als weiterer Standort für eine Akkufabrik war Spanien im Gespräch. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh forderte einen zweiten Standort in Deutschland.

"Unser Ziel ist, Kosten und Komplexität der Batterie zu senken und gleichzeitig ihre Reichweite und Performance zu steigern", sagte Schmall. "Damit wird die E-Mobilität endgültig erschwinglich und zur Hauptantriebstechnologie." Das will VW durch die Einheitszelle erreichen. Sie soll ab 2023 eingeführt und im Jahr 2030 in 80 Prozent der Elektrofahrzeuge aller Konzernmarken verbaut werden.

VW will weniger Kobalt in Akkus verbauen

Um Kosten bei den Akkus zu sparen, will VW für die Zellen im Volumensegment Nickel und Mangan verwenden, und möglichst auf das - teurere - Kobalt verzichten. Akku mit Nickel, Mangan und Kobalt sollen nur bei speziellen Anwendungen mit hoher Leistung eingesetzt werden."Im Durchschnitt werden wir damit die Kosten für Batteriesysteme auf deutlich unter 100 Euro pro Kilowattstunde senken", sagte Schmall.

Die Fortschritte in der Akkutechnik sollen sich auf die Ladezeit auswirken. Heute dauert es demnach 25 Minuten, um in den Akku des ID.4 genug Strom für eine Strecke von 450 Kilometern zu laden. Bis 2025 soll sich diese Zeit auf 17 Minuten verkürzen. 2025 will VW den umstrittenen Feststoffakku von Quantumscape einführen. Dadurch soll sich die Ladezeit um weitere 5 auf 12 Minuten reduzieren.

Bis dahin wird auch die Ladeinfrastruktur deutlich größer sein: VW hat Kooperationen mit Mineralölkonzernen und Stromversorgern abgeschlossen, um weitere Ladestationen aufzubauen. An 4.000 Tankstellen von BP und dessen Tochterunternehmen Aral sollen Ladestationen mit einer Leistung von 150 Kilowatt aufgestellt werden, ein Großteil davon in Deutschland und Großbritannien. In Spanien und Italien arbeitet VW mit den Energieversorgern Iberdrola und Enel zusammen. Bis 2025 will VW zusammen mit Partnern rund 18.000 öffentliche Schnellladepunkte in Europa aufbauen.

Northvolt hat nach eigenen Angaben einen Auftrag im Wert von mehr als 14 Milliarden US-Dollar über 10 Jahre von VW erhalten. Zudem teilte das Unternehmen mit, seinen Anteil am Joint Venture Northvolt Zwei in Salzgitter an VW zu verkaufen. Gleichzeitig erhöht VW seinen Anteil an Northvolt.

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Thorgil 17. Mär 2021

Kann man beides sagen. Wenn es das einzigste ist was dich stört, dann bitte.

pool 17. Mär 2021

Welche meiner Aussagen löst bei dir die Antipathie aus?

SirAstral 16. Mär 2021

VW wird da bestimmt noch eine kostenpflichtig Lader-Reservation Funktion einbauen. Damit...

chefin 16. Mär 2021

Da steht emissionslose Mobilität Das müsste aber emotionslose Mobilität heisen. Den Spa...



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