Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Elektromobilität von unten: E-Bike-Markt wächst weiter

Die Fahrradindustrie muss zwar insgesamt einen Rückgang bei den Verkaufszahlen hinnehmen, doch wäre dieser noch stärker, wenn es keine E-Bikes gäbe. Dieses Segment wächst in Deutschland stark.
/ Andreas Donath
83 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
E-Bike (Bild: Lombardo Bikes Asia Pacific)
E-Bike Bild: Lombardo Bikes Asia Pacific / CC-BY 2.0

In Deutschland sind nach Schätzungen des Zweirad-Industrie-Verbands(öffnet im neuen Fenster) zwischen Januar und Juni 2017 rund 2,64 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft worden. Das ist ein Rückgang von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch der steigende E-Bike-Absatz sorgt dafür, dass der Umsatz der Brache insgesamt leicht erhöht werden konnte. Das liegt vor allem an den teureren Preisen für E-Bikes.

Laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die Importe von Fahrrädern und E-Bikes nach Deutschland zurückgegangen: Der Anteil an E-Bikes bei den Importen im Zeitraum Januar bis Juni lag bei 21 Prozent, im Vorjahr waren es noch 19 Prozent gewesen. Der E-Bike-Anteil an den Exporten lag bei 25 Prozent verglichen mit 21 Prozent im Jahr 2016.

Den Einstieg in die Elektromobilität bietet in Deutschland eindeutig das Fahrrad. Der Zweirad-Industrie-Verband schätzt, dass bereits im ersten Halbjahr 2017 rund 540.000 E-Bikes verkauft worden seien. Im Gesamtjahr 2017 sollen es rund 680.000 Fahrräder mit Elektroantrieb werden. Das entspräche einem Wachstum von rund zwölf Prozent, wobei die E-City- und E-Trekkingbikes den größten Anteil der E-Bikes ausmachen. Auch die Zunahme von elektrifizierten Lasten- beziehungsweise Cargorädern ist nach Angaben des Verbandes bemerkenswert. Damit lassen sich in engem Rahmen durchaus Autos ersetzen.

Für die Zukunft werden noch mehr E-Bikes erwartet, weil sich immer mehr Modelle optisch und auch vom Gewicht her kaum noch von normalen Fahrrädern unterscheiden und die Bevölkerung älter wird.


Relevante Themen