Elektromobilität: Volabo baut Niedrigspannungsmotor in Serie

Den spulenlosen Elektromotor gibt es vorerst nur für Boote. Da hat die niedrige Spannung von 48 Volt klare Vorteile.

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Motorboot mit Volaboantrieb: verschiedene Bootsantriebe elektrifizieren
Motorboot mit Volaboantrieb: verschiedene Bootsantriebe elektrifizieren (Bild: Volabo)

Der Niedrigspannungsmotor geht in Serie: Das Münchner Unternehmen Volabo hat den Start der regulären Produktion des Intelligent Stator Cage Drive (Iscad) angekündigt. Die ersten Motoren sollen Ende des Jahres ausgeliefert werden.

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Auch wenn sich der Iscad V50 für Elektroautos eignet, wird Volabo den Motor zunächst nur für Bootsantriebe bauen. Das hatte Geschäftsführer Adrian Patzak Golem.de im vergangenen Jahr gesagt. Grund sei, dass die Anforderungen für Autos höher seien.

Das Besondere an dem Iscad ist, dass er mit einer Spannung von 48 Volt arbeitet. Dabei hat er eine Dauerleistung von 50 Kilowatt (kW) und eine Spitzenleistung von 80 kW. Wegen der niedrigen Spannung, bei der eine Berührung kein Risiko darstellt, ist der Motor gut für das maritime Umfeld geeignet.

Der Iscad V50 ist knapp 27 cm lang und hat einen Durchmesser von gut 25 cm. Mit diesen Maßen passe er "inklusive Controller locker in einen Bierkasten", sagte Patzak. "Zudem ist der Antrieb samt integriertem Controller mit 45 kg wesentlich leichter als vergleichbare Modelle."

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Der Motor hat laut Hersteller ein verstärktes Lagerschild und kann deshalb sowohl stehend als auch liegend verbaut werden. Damit könnten verschiedene Bootsantriebe elektrifiziert werden, Außenborder ebenso wie fest montierte Antriebe wie konventionelle Wellenantriebe, Saildrives oder Z-Antriebe.

Volabo hat mit Iscad einen neuartigen Elektromotor entwickelt, der nur aus Aluminium und Eisen besteht. Er kommt ohne Spulen aus Kupferdraht aus. Diese werden durch einen Käfig aus Aluminiumstäben ersetzt. Da die Herstellung der Spulen aufwendig und teuer ist, sinken die Kosten, wenn auf sie verzichtet wird. Zudem hat der Motor keinen Permanentmagneten, weshalb der Bedarf an teuren Materialien wie Neodym und Dysprosium verringert wird.

Sechs Jahre hat Volabo an dem Antrieb gearbeitet, die Serienversion ist die fünfte Generation. Von früheren Prototypen gab es auch schon Versionen für Elektroautos mit bis zu 150 kW Leistung. Ein Prototyp der dritten Generation wurde in einem VW Touran getestet. Ein Volabo-Motor für Elektroautos wird nach Einschätzung von Patzak frühestens Ende kommenden Jahres zur Verfügung stehen.

Der Bootsantrieb kann ab sofort bestellt werden. Die ersten Iscads V50 will Volabo im Dezember ausliefern. Den Preis nennt der Hersteller auf Anfrage.

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Amsel 17. Jun 2020

Du meinst wohl keinen Kommutator ;) Mit Schleifringen überträgt man lediglich...

Amsel 17. Jun 2020

Oder anderst Ausgedrückt es ist egal ob der Strom in der Nut des Elektromotors sich auf...

berritorre 16. Jun 2020

Alleine von der Leistung her sollte das doch eher für kleinere Boote gemacht sein...

harald567 16. Jun 2020

Auto wars mal nicht. Mal schauen wo sie landen.



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