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Elektromobilität: Verbrenner laut VW-Chef bald kaum günstiger als E-Autos

Neue Abgasnormen würden die Kosten für Verbrenner deutlich steigern, sagt VW -Markenchef Thomas Schäfer. Der Abstand zu E-Autos werde damit kleiner.
/ Sebastian Grüner , dpa
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Verschiedene E-Autos von VW im Werk in Zwickau. (Bild: Jens Schlueter/Getty Images)
Verschiedene E-Autos von VW im Werk in Zwickau. Bild: Jens Schlueter/Getty Images

Der VW-Konzern sieht in Autos mit Verbrennungsmotor mittelfristig keine kostengünstige Alternative mehr zu Elektroautos. Der neue Chef der Marke Volkswagen, Thomas Schäfer, erwartet deutlich steigende Fahrzeugpreise durch die geplante EU-Abgasnorm Euro 7. Verbrennerfahrzeuge würden durch die aufwendigere Abgasreinigung um jeweils 3.000 bis 5.000 Euro teurer, sagte er der Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) . "Bei einem Kleinwagen sind diese Mehrkosten kaum aufzufangen." Einstiegspreise bei 10.000 Euro werde es künftig nicht mehr geben.

Ab 2025 wolle der Konzern vier elektrische Kleinwagen-Modelle auf den Markt bringen, sagte Schäfer. Neben dem ID.2 werde es ein weiteres Modell von VW, einen Skoda und einen Cupra geben. Den ID.2 wolle VW "für unter 25.000 Euro" anbieten.

Volkswagen hat bisher noch keinen Ersatz für den e-Up als Einstiegs-Elektroauto. Daher wird das Fahrzeug noch bis 2025 weitergebaut . Zuvor wollte VW den e-Up und und die Varianten seiner Markenkollegen von Skoda und Seat einstellen. Die Skoda-Variante des VW e-Up - der Citigo e iV - fand aufgrund seines niedrigen Preises und wegen der hohen Subventionen reißenden Absatz, verdient hat VW damit aber offenbar nichts. Der e-Up erfreut sich dabei aber weiter großer Beliebtheit und war im Frühjahr erneut fast ausverkauft .

Bei den Plänen für die Überarbeitung seiner Modellserie und die Einführung neuer Elektroautos bekommt der Volkswagen-Konzern derzeit aber immer mehr Probleme mit seiner Software-Sparte Cariad. So soll die Ausbaustufe 2.0 der konzerneinheitlichen Software die Produktion vereinfachen und auch günstiger machen . Die mit der Entwicklung verbundenen Schwierigkeiten verschieben aber den Marktstart wichtiger Fahrzeuge .


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