Elektromobilität: Vancouver will Tankstellen ohne Ladesäulen sanktionieren
Tankstellen und Parkplätze in Vancouver sollen mit Ladesäulen ausgestattet werden. Die Stadtverwaltung will die Betreiber über Lizenzgebühren dazu bringen.
Ladesäule oder zahlen: Um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos zu fördern, will der Stadtrat der kanadischen Metropole Vancouver Parkplatz- und Tankstellenbetreiber dazu bringen, Ladesäulen aufzustellen.
In der größten Stadt der westlichsten kanadischen Provinz British-Columbia fehlt es an öffentlich zugänglichen Ladesäulen. Nur 2 von 66 Tankstellen der Stadt sowie etwa 60 von 366 Parkplätzen bieten die Möglichkeit zum Laden eines Elektroautos. Das will die Stadtregierung ändern.
Sie will einen Antrag einbringen, nach dem die Betreiber von Parkplätzen und Tankstellen dazu verpflichtet werden sollen, auf ihren Anlagen Ladestationen aufzustellen. Das soll nicht für Parkplätze mit weniger als 60 Stellplätzen gelten.
Ohne Ladepunkte wird es teuer
Dieser Aufforderung sollen die Betreiber bis zum Jahr 2025 nachkommen. Für diejenigen, die bis dahin keine Ladesäulen aufgestellt haben, will die Stadtverwaltung eine erhöhte Lizenzgebühr erheben: Die soll 10.000 kanadische Dollar, umgerechnet knapp 7.400 Euro, im Jahr betragen. Aktuell liegen die Kosten bei 263 kanadischen Dollar (knapp 200 Euro) für eine Tankstelle und 163 kanadischen Dollar (120 Euro) für einen Parkplatz.
Auf den Parkplätzen sollen die Säulen nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung mindestens eine Leistung von mindestens 26,6 kW bereitstellen. An den Tankstellen sollen Schnellladepunkte mit 50 kW Ladeleistung aufgebaut werden.
Die Tankstellen- und Parkplatzbetreiber führen die hohen Kosten für den Aufbau als Argument gegen die Ladesäulen an. Als Kompensation sollen sie den Plänen zufolge alle Einnahmen aus den Ladestationen behalten. Zusätzlich sollen sie eine Förderung von der Provinz erhalten.
Fehlende Lademöglichkeiten sind ein wichtiger Grund, nicht auf Elektroautos umzusteigen. Das ergab im vergangenen Jahr eine von der Stadt Vancouver beauftragte Umfrage, bei der 12.000 Bürger befragt wurden. Laut Stadtverwaltung verursachen Fahrzeuge mit Verbrennungsantrieb etwa 40 Prozent der Kohlendioxidemissionen in Vancouver.
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