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Elektromobilität: USA starten Pilotprogramm für elektrische Flugtaxitests

Die FAA lässt acht Pilotprogramme für eVTOL-Tests zu. Archer, Joby und Co. dürfen damit früher abheben als ursprünglich geplant.
/ Nils Matthiesen
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FAA erlaubt großangelegte Flugtaxitests. (Bild: Giuseppe CACACE / AFP via Getty Images)
FAA erlaubt großangelegte Flugtaxitests. Bild: Giuseppe CACACE / AFP via Getty Images

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat laut Medienberichten(öffnet im neuen Fenster) acht Pilotprogramme genehmigt, die den Einsatz von elektrischen Senkrechtstartern (eVTOL) massiv beschleunigen sollen. Wie US-Verkehrsminister Sean Duffy mitteilte(öffnet im neuen Fenster) , dürfen Unternehmen wie Archer Aviation, Beta Technologies, Joby Aviation und Wisk bereits in diesem Sommer mit weitläufigen Tests beginnen. Das Programm umfasst Projekte in insgesamt 26 US-Bundesstaaten und ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt.

Das Advanced Air Mobility and Electric Vertical Takeoff and Landing Integration Pilot Program (eIPP) geht auf eine Exekutivorder von Donald Trump aus dem vergangenen Jahr zurück. Da die vollständige Zertifizierung neuer Flugzeugtypen normalerweise viele Jahre beansprucht, stellt dieses Programm eine Abkürzung dar: Die Teilnehmer dürfen ihre Fluggeräte im operativen Betrieb testen, bevor die finale Zulassung vorliegt.

Regionale Netzwerke ohne Los Angeles

Trotz der breiten geografischen Abdeckung fällt auf, dass Los Angeles nicht unter den ausgewählten Standorten des Pilotprogramms ist. Dies ist insofern bemerkenswert, als Archer Aviation als "offizieller Flugtaxi-Partner" der Olympischen Spiele 2028 in L.A. fungiert und dort ein kommerzielles Netzwerk aufbauen will. Die Nichtberücksichtigung im eIPP könnte die Vorbereitungen für das Großereignis erschweren, da wertvolle operative Erfahrungen im lokalen Luftraum unter den erleichterten Bedingungen des Programms nun an anderen Standorten gesammelt werden müssen.

Stattdessen liegt ein Schwerpunkt auf Texas, wo das Verkehrsministerium mit Archer, Beta, Joby und Wisk kooperiert, um Regionalflüge zwischen Dallas, Austin und San Antonio zu testen. Auch die Port Authority von New York und New Jersey ist beteiligt und plant Tests am Manhattan Heliport.

Fokus auf Fracht und Automatisierung

Neben dem Passagiertransport stehen Logistik und medizinische Notfälle im Fokus. In Louisiana und am Golf von Mexiko testen Beta und Elroy Air den Frachttransport zu Offshore-Standorten. Ein Projekt unter der Leitung von Utah erstreckt sich über den pazifischen Nordwesten, während Pennsylvania ein Konsortium aus 13 Bundesstaaten anführt.

Auch autonome Flüge sind Teil der Testreihen: Die Stadt Albuquerque arbeitet mit Reliable Robotics zusammen, um unbemannte Operationen zu untersuchen. Chris Rocheleau von der FAA betonte, dass die Partnerschaften wertvolle Daten liefern werden, um künftige Sicherheitsstandards für den nationalen Luftraum zu definieren. Die Ankündigung sorgte an den Börsen zum Teil für zweistellige Kurssprünge bei den beteiligten Firmen, allen voran Beta Technologies(öffnet im neuen Fenster) .


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