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Elektromobilität: Ubitricity baut erste Laternenladepunkte in Frankreich

Frankreich treibt die Elektromobilität voran. Davon profitiert das Berliner Startup Ubitricity.
/ Werner Pluta
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Laternenladepunkte in Rely: Der Umbau dauert etwa eine Stunde. (Bild: Ubitricity)
Laternenladepunkte in Rely: Der Umbau dauert etwa eine Stunde. Bild: Ubitricity

Elektroautos laden an der Straßenlaterne – das geht jetzt in Rely in Frankreich. Dort hat das Berliner Unternehmen Ubitricity Ladepunkte an einer Straße und auf einem Krankenhausparkplatz eingerichtet. In Frankreich wird die Ladeinfrastruktur derzeit stark ausgebaut.

22 Ladepunkte hat Ubitricity in Rely, einem Ort nahe Calais in Westfrankreich, eingerichtet. Die Ladepunkte verfügen über zwei Anschlüsse: einen Stecker Typ E(öffnet im neuen Fenster), der in Frankreich übliche Schukostecker, sowie einen Typ-2-Stecker. Simple Socket Étoile nennt Ubitricity dieses für Frankreich entwickelte Ladesystem. Außer Autos sollen dort auch andere Elektrofahrzeuge geladen werden können, darunter Pedelecs.

Die Ladepunkte haben einen QR-Code

Die Handhabung sei einfach, sagte Ubitricity-Chef Lex Hartman(öffnet im neuen Fenster): "EV-Fahrende benötigen lediglich ein Standard-Ladekabel und ein Smartphone." Die Ladepunkte verfügen über einen QR-Code, der mit dem Smartphone gescannt wird. Nach wenigen Klicks soll der Ladevorgang dann gestartet werden.

Das von Ubitricity entwickelte System hat den Vorteil, dass nicht eigens Ladesäulen aufgestellt werden müssen, sondern dass mit den Straßenlampen vorhandene Infrastruktur genutzt wird. Das mache Tiefbauarbeiten weitgehend unnötig, weshalb die Kosten geringer seien als bei einer Ladesäule, teilte das Unternehmen mit.

Dadurch lassen sich die Ladepunkte auch schneller einrichten. Es dauert laut Ubitricity etwa eine Stunde, um eine Straßenlaterne zur Ladesäule umzubauen. Die 22 Ladepunkte seien in weniger als drei Tagen eingerichtet gewesen.

Berlin hatte Anfang vergangenen Jahres die Einrichtung von 1.000 Ladepunkten an Laternen angekündigt. Wegen bürokratischer Schwierigkeiten stockt das Projekt jedoch. Größer ist das Interesse im europäischen Ausland: in Großbritannien und eben in Frankreich.

In Frankreich gibt es derzeit über 30.000 Ladepunkte – zum Vergleich: In Deutschland sind es laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft(öffnet im neuen Fenster) rund 28.000. Bis Ende kommenden Jahres sollen im Nachbarland 100.000 Ladepunkte zur Verfügung stehen, bis 2030 insgesamt 7 Millionen.


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