Elektromobilität: Toyota plant Brennstoffzellen-Truck für die USA
Toyota verfolgt seine Brennstoffzellenstrategie konsequent weiter: Der japanische Automobilkonzern wird zusammen mit dem japanischen Nutzfahrzeughersteller Hino Motors einen Sattelschlepper mit dieser Technik für den US-Markt entwickeln. Ein Prototyp soll in der ersten Hälfte kommenden Jahres fertig sein.
Das Fahrzeug soll ein sogenannter Class-8-Truck(öffnet im neuen Fenster) werden. Diese Klasse darf ein Gesamtgewicht von mehr als 15 Tonnen haben. Das Chassis liefert Hino. Es wird auf der neuen XL-Serie des Herstellers(öffnet im neuen Fenster) basieren.
Toyota steuert den Antriebsstrang bei
Toyota entwickelt den Antrieb des Schwerfahrzeugs. Technische Details gibt es noch keine. Der Antrieb dürfte sich jedoch in etwa im Bereich der beiden Klasse-8-Brennstoffzellen-Sattelschlepper bewegen, die Toyota 2017 und 2018 vorgestellt hatte: Beide hatten einen 500 kW starken Antrieb. Project Portal Alpha hatte eine Reichweite von etwa 320 km. Version Beta bekam einen neuen Tank und schaffte damit 480 km.
Es ist nicht der erste Brennstoffzellen-Lkw, den Toyota und Hino zusammen entwickeln: Anfang des Jahres kündigten sie einen 25-Tonner an, der mit zwei Antrieben des 2019 vorgestellten Mirai II ausgestattet wird. Das Fahrzeug ist jedoch für den japanischen Markt bestimmt und nicht mit dem anderen identisch.

Ein Lkw mit Brennstoffzellen sei sowohl für die Anwohner der Straßen als auch für die Kunden ein Vorteil, sagte Tak Yokoo(öffnet im neuen Fenster), ein leitender Ingenieur aus Toyotas Entwicklungsabteilung. "Er wird leise, laufruhig sowie leistungsstark sein und dabei nur Wasser emittieren."
Bei Nutzfahrzeugen gelten Brennstoffzellen als wichtige Zukunftstechnologie. Wasserstoff hat eine höhere Energiedichte als ein Akku. Ein Tank ist demnach leichter als ein Akku, der die gleiche Energiemenge speichert. Zudem ist tanken schneller als laden. Allerdings muss Wasserstoff, um genug davon in einen Tank füllen zu können, verflüssigt oder komprimiert werden. Das erfordert ebenso einen Energieaufwand wie seine Gewinnung durch die Aufspaltung von Wasser.
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