Elektromobilität: Toyota befreit zeitweise Patente für Brennstoffzellenauto
Das japanische Autohersteller Toyota gibt die Patente für Brennstoffzellenautos frei. Andere Hersteller können diese lizenzfrei nutzen. Das hat Toyota auf der Elektronikmesse Consumer Electronics Show in Las Vegas bekanntgegeben.

Toyota hat das Brennstoffzellenauto Mirai(öffnet im neuen Fenster) entwickelt. Dabei entstanden viele neue Techniken: Rund 5.700 Patente hat der japanische Konzern angemeldet – darunter knapp 2.000 im Bereich Brennstoffzellenstapel, etwa 3.400 für die Steuerungstechnik für die Brennstoffzellen und rund 300 für den Hochdruck-Wasserstofftank. Alle diese Patente sollen andere Autohersteller kostenlos nutzen können.
Toyota will einen Ansporn geben
Dadurch will Toyota die Entwicklung von Brennstoffzellenautos vorantreiben. Es sei wichtig, in der Einführungsphase einen Ansporn für die Entwicklung solcher Fahrzeuge zu geben, erklärt das Unternehmen(öffnet im neuen Fenster). Die lizenzfreie Nutzung der Patente ist auch nicht dauerhaft, sondern auf die Einführungsphase beschränkt. Diese werde "bis etwa 2020" andauern.
Die Japaner haben den Mirai im vergangenen Herbst vorgestellt. Das Auto soll in diesem Jahr in Europa und den USA auf den Markt kommen. Der Elektromotor des Mirai wird von einer Brennstoffzelle mit Strom versorgt. Statt einen Akku aufzuladen, wird das Auto mit Wasserstoff betankt. Die Reichweite mit einer Tankfüllung liegt bei rund 500 Kilometern.
Ein Vorteil des Antriebs mit Brennstoffzelle ist, dass ein Tankvorgang nur einige Minuten dauert. Das ist deutlich kürzer, als den Akku an einer Ladestation zu laden. Allerdings gibt es derzeit noch sehr wenige Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland. Ihre Zahl soll im Lauf dieses Jahres auf 50 ausgebaut werden.
- Anzeige Hier geht es zu Erneuerbare Energien und Klimaschutz bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.