Elektromobilität: Tesla will zehn Prozent an LGs Akkusparte übernehmen
Der Nachschub an Akkus ist für die Elektroautohersteller lebenswichtig. Viele schließen lange laufende Lieferverträge mit den Akkuproduzenten ab. Tesla will sogar eine Beteiligung an der Akkusparte des südkoreanischen Konzerns LG Chem.
Der kalifornische Elektroautohersteller erwäge, sich an LG Energy Solution zu beteiligen, berichtet die südkoreanische Tageszeitung Korea Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Quellen aus dem Bankensektor. Bis zu zehn Prozent wolle Tesla übernehmen, sagte eine Quelle.
Eine Beteiligung ergibt Sinn
Eine andere schränkte ein, es sei noch zu früh, um abschätzen zu können, ob sich Tesla tatsächlich an LG Energy Solution beteiligen wolle. Angesichts Teslas Bemühungen, die Kosten für die Akkus zu senken und die Produktion auszubauen, ergebe ein solcher Schritt jedoch durchaus Sinn.
Tesla hat bereits eine enge, wenn auch nicht immer unproblematische Partnerschaft mit Panasonic: Der japanische Konzern fertigt Akkus in Teslas Gigafactory im US-Bundesstaat Nevada. Der chinesische Contemporary Amperex Technology Limited (CATL) beliefert Tesla in China mit Akkus. Mit einer Beteiligung an LG Energy Solution würde Tesla auch den dritten großen Akkuhersteller an sich binden.

Damit dürfte sich das US-Unternehmen die Versorgung mit Akkuzellen gesichert haben. Die ist problematisch: Die Verkaufszahlen steigen stark an , nicht zuletzt wegen staatlicher Subventionen. Die Produktionskapazitäten sind aber beschränkt. So musste Audi etwa im vergangenen Jahr die Produktion des E-Tron drosseln , weil es an Akkus fehlte.
LG Chem will seine Akkusparte in ein eigenes Unternehmen ausgründen. Das ist für Dezember geplant. LG Energy Solution wird künftig alle LG-Akkus produzieren, die für Elektroautos ebenso wie die für Mobilgeräte.
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