Elektromobilität: Telekom will 12.000 Verzweiger zu Ladesäulen machen

Die grauen Kästen der Telekom könnten künftig nicht nur Daten verteilen. Allerdings dürfte die nutzbare Leistung als Ladestationen für Elektroautos nicht sehr groß sein.

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Multifunktionsgehäuse verfügen über aktive Technik mit eigener Stromversorgung.
Multifunktionsgehäuse verfügen über aktive Technik mit eigener Stromversorgung. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom will sich am flächendeckenden Aufbau eines Ladenetzes für Elektroautos in Deutschland beteiligen. "Wir haben die Chance und die Technologie, beim Ladenetz für Deutschland ein großes Stück voranzukommen", sagte Vorstandschef Tim Höttges laut einem Bericht der Automobilwoche bei einem Branchentreff der Wirtschaftszeitung. Dazu sollen Kabelverzweiger genutzt werden, die über eine eigene Stromversorgung verfügen.

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Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte auf Anfrage von Golem.de die Pläne: "Bei den Kabelverzweigern gehen wir davon aus, dass circa 12.000 als Ladestationen in Frage kommen. Die weitere Ausgestaltung müssen wir noch ausarbeiten", hieß es.

Erste Prototypen sollen noch in diesem Jahr installiert werden, sagte Höttges nach Angaben der Automobilwoche. Die Telekom investiere dabei einen bedeutenden Millionenbetrag. Der Ausbau soll dem Sprecher zufolge an bestimmte Bedingungen geknüpft werden. Dazu gehörten Fördermittel des Bundes und auch die Kommunen müssten mit der Schaffung von Parkraum um die Kabelverzweiger mitspielen.

Klassische Kabelverzweiger ohne eigenen Strom

Dem Bericht der Automobilwoche zufolge soll Höttges gesagt haben, dass jeder der 380.000 Kabelverzweiger in Deutschland über eine eigene Stromversorgung verfüge, die angezapft werden könnte. Diese Zahl dürfte jedoch nicht zutreffen, da die klassischen Kabelverzweiger nur als passive Schaltschränke fungieren. Dies gilt jedoch nicht für die sogenannten Multifunktionsgehäuse (MFG). Diese erhalten die Daten von der Vermittlungsstelle per Glasfaser und verteilen diese dann beispielsweise per Vectoring oder VDLS an die Kunden. Die Gehäuse verfügen über eine eigene Klimatechnik.

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Seit 2006 hat die Telekom ihre Kabelverzweiger auf diese Weise umgerüstet. Wie viele davon tatsächlich schon eine Stromversorgung erhalten haben, wollte die Telekom auf Anfrage von Golem.de nicht mitteilen. Auch die Bundesnetzagentur darf diese Zahl nicht herausrücken. Nach Schätzungen des Branchendienstes Teltarif waren Anfang des Jahres gut 150.000 Kabelverzweiger noch nicht erschlossen. Ohnehin hatte die Telekom vor drei Jahren mitgeteilt, dass es nicht 380.000, sondern nur 330.000 Kabelverzweiger in Deutschland gibt. Möglicherweise ist die Zahl von 380.000 das Ausbauziel für eine vollständige Umrüstung auf schnelles Internet.

Ebenso wichtig wie die reine Zahl der Schaltschränke dürfte auch die Frage sein, mit welcher Leistung die Elektroautos dort laden können. Auch darauf hat Golem.de von der Telekom bislang keine Antwort erhalten. Sollte dort lediglich einphasiger Wechselstrom zur Verfügung stehen, könnten die Autos nur wenige Kilowatt nutzen. Vor allem dann, wenn davon noch die Leistung für die Netzwerkkompomenten und die Kühlung abgezweigt werden muss. Dann würde die Telekom das Geld vermutlich besser in den Glasfaserausbau investieren.

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onkelrocco 14. Nov 2018

Chefin, so viel Unsinn auf einem Haufen liest man selten. Ich bin zwar kein...

dl01 10. Nov 2017

Zitat aus dem Artikel einer anderen IT-Nachrichtenseite zum gleichen Thema: Zitat aus dem...

LinuxMcBook 10. Nov 2017

In anderen Ländern (ich rede von "westlichen", europäischen Ländern, nicht von denen der...

Obi_Wan 10. Nov 2017

nur weil der Stecker 4,6 kW könnte beudetet das nicht, dass das Straßenbeleuchtungsnetz...



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