Elektromobilität: Team Abt nominiert die ersten Formel-E-Rennfahrer
Lucas di Grassi und Daniel Abt werden ab September die beiden Elektroautos von Abt Sportsline steuern. Das Rennsportteam aus Kempten im Allgäu ist das erste Team der Elektrorennsportserie Formel E(öffnet im neuen Fenster) , das seine Fahrer vorstellt(öffnet im neuen Fenster) .

Der Brasilianer di Grassi war bereits in der Formel 1 als Test- und als regulärer Fahrer unterwegs. Im vergangenen Jahr trat er für Audi in Le Mans an und wurde zusammen mit seinen Teamkollegen Marc Gené und Oliver Jarvis Dritter. Die drei steuerten den Audi R18 E-Tron Quattro mit Hybridantrieb. Di Grassi ist zudem der Testfahrer des Formel-E-Einheitsautos.
Vater und Sohn
Daniel Abt ist seit einigen Jahren in mehreren Formel-Serien aktiv, unter anderem in der GP3 und der GP2, wo er 2013 startete und auch in diesem Jahr antritt. Die GP2 gilt als Vorstufe für die Formel 1. Abt kommt aus einer Familie von Motorsportlern: Schon Großvater Johann Abt war Rennfahrer, ebenso sein Onkel Christian Abt. Vater Hans-Jürgen Abt ist der Besitzer und Teamchef von Abt Sportsline.
Die anderen neun Teams haben noch keine Fahrer benannt. Dafür haben sich schon eine Reihe von Fahrern gemeldet, unter denen die Rennställe auswählen können: 24 Fahrer(öffnet im neuen Fenster) wollen in der neuen Rennsportklasse antreten, darunter eine Reihe ehemaliger Formel-1-Fahrer, etwa Jaime Alguersuari, Sébastien Buemi oder Narain Karthikeyan. Auch eine Frau will einen Elektrorennwagen steuern: die frühere DTM-Fahrerin Katherine Legge.
Erste Saison 2014/15
Die erste Formel-E-Saison(öffnet im neuen Fenster) startet am 13. September 2014 in der chinesischen Hauptstadt Peking. Es werden zehn Läufe auf Stadtkursen ausgetragen, darunter auch einer in Berlin, am 30. Mai 2015. Das letzte Rennen findet am 27. Juni 2015 in London statt.
In der ersten Saison starten alle Fahrer mit dem gleichen Auto, dem Spark-Renault SRT_01E(öffnet im neuen Fenster) , der im September auf der IAA in Frankfurt vorgestellt wurde. Der Formelrennwagen – ein offener Einsitzer mit freistehenden Rädern – wird von einem Elektromotor mit einer Maximalleistung von 200 Kilowatt (kW) angetrieben. Die volle Leistung wird aber voraussichtlich nur in der Qualifikation zur Verfügung stehen. Im Rennen ist die Leistung auf 133 kW begrenzt. Die Fahrer können aber im Rennen kurzzeitig die 67 kW zum Beschleunigen abrufen.
Leiser Renner
Der Rennwagen beschleunigt in rund drei Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei einer Höchstgeschwindigkeit von voraussichtlich 225 km/h. Der Lärmpegel soll bei etwa 80 Dezibel liegen. Das Auto wiegt 800 Kilogramm, davon entfallen 200 Kilogramm auf den Akku.
In der Formel E treten zehn Teams(öffnet im neuen Fenster) aus aller Welt an, aus den USA, China, Japan und Indien. Europa ist vertreten mit Teams aus Frankreich, Großbritannien, Monaco und Deutschland. Unter den Teamchefs sind auch zwei Prominente: Das von Richard Branson gegründete Unternehmen Virgin wird dabei sein , hinter dem Team Venturi Grand Prix stehen der monegassische Elektroautohersteller Venturi Automobiles und Filmschauspieler Leonardo DiCaprio .
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