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Elektromobilität: Taxifahrer wollen Staatshilfe wegen Umstieg auf E-Autos

Die Taxibranche, die in Deutschland stark auf den Dieselmotor setzt, fordert staatliche Hilfen, wenn die Elektromobilität kommt.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektrotaxis sind oft teurer als Dieselfahrzeuge - die Branche ruft nach staatlichen Hilfen.
Elektrotaxis sind oft teurer als Dieselfahrzeuge - die Branche ruft nach staatlichen Hilfen. (Bild: Emanuele/CC BY-SA 2.0/CC-BY 2.0)

Der deutsche Steuerzahler soll der Taxibranche helfen, auf Elektroautos umzusteigen und durch lange Ladezeiten entstehende Probleme finanziell auszugleichen. Das fordert der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP) von der künftigen Bundesregierung.

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Es geht dabei um die höheren Kosten bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen gegenüber Dieselfahrzeugen. BZP-Präsidiumsmitglied Michael Müller sagte der Deutschen Presse-Agentur, es solle einen Anreiz geben, auf Elektroautos umzusteigen.

Im August 2017 beschloss das Bundeskabinett eine Änderung der Mess- und Eichverordnung, die es erlaubt, mehr E-Taxis in Deutschland einzusetzen. So ist es gestattet, Taxameter und die dazugehörenden Wegstreckensignalgeber auch getrennt voneinander in ein Auto einzubauen. Auf diese Weise können Elektroautos, die es vom Hersteller nicht als Taxi gibt, nachgerüstet werden. Dazu könnte ein Streckenzähler eines beliebigen Herstellers eingebaut werden, der den Vorschriften entspricht. Bisher war das nicht möglich.

Diesel-Fahrverbote drohen

Hybridautos wie der Toyota Prius sind in vielen Städten bereits als Taxiversion etabliert. Auch das kleine Elektroauto Nissan Leaf und die elektrische B-Klasse von Mercedes gibt es als Taxi. Doch bei Autos, die nicht als Taxis angeboten werden wie das Model S von Tesla, gab es seit dem 1. November 2016 Probleme. An diesem Zeitpunkt endete eine Übergangsfrist für eine Regelung in der Eichverordnung für Taxameter. Zeitweilig konnten deshalb keine Autos mehr als Taxis neu zugelassen werden, die von den Herstellern nicht als solche angeboten wurden. Hintergrund war der Plan des Gesetzgebers, Manipulationen zu verhindern.

In anderen Ländern werden Elektroautos schon lange als Taxis eingesetzt - beispielsweise in Amsterdam. Ab 2018 wird die Londoner Innenstadt zur Umweltzone, in der nur noch Fahrzeuge mit Niedrigemissionen fahren dürfen. Das betrifft auch die Londoner Taxis. Die London Taxi Company will deshalb im vierten Quartal 2017 das neue Londoner Taxi mit Elektroantrieb und Range Extender vorstellen. Auch Konkurrent Metrocab will ein entsprechendes Auto auf den Markt bringen, um die ab 2018 geltenden Umweltstandards für die Londoner Innenstadt zu erreichen. Alle neu zugelassenen Taxis müssen dann mindestens 50 km ohne Emissionen zurücklegen können.

Dennoch könnte auf die Taxibranche künftig ein noch größeres Problem zukommen als die Elektromobilität. Immer mehr Automobilhersteller sind dabei, selbststeuernde Autos zu entwickeln, deren Ziel es ist, den Fahrer zu ersetzen.



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Dwalinn 07. Nov 2017

Abwarten und Tee trinken. In der Stadt ist so ein System stand heute schnell man...

vsp 07. Nov 2017

Baden-Württemberg hat ein Förder-Programm für Elektro-Taxis. Man bekommt für bis zu 20...

Daem 07. Nov 2017

Finde den Fehler.

matok 07. Nov 2017

Noch besser in Fahrradinfrastruktur in den Städten.

Komischer_Phreak 07. Nov 2017

"Dennoch könnte auf die Taxibranche künftig ein noch größeres Problem zukommen als die...


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