Elektromobilität: Taxidienste in Indien sollen elektrisch werden
Indien elektrifiziert Ridesharing-Dienste: Die Regierung in Neu-Delhi hat bestimmt, dass künftig ein nicht unerheblicher Teil der Flotte von Unternehmen wie Uber oder Ola aus Elektrofahrzeugen bestehen müsse. Diese Auflage ist eine von mehreren Maßnahmen der indischen Regierung, um Elektromobilität zu fördern.
Bis April 2026 müssten Taxidienste dafür sorgen, dass 40 Prozent ihrer Fahrzeuge Elektroautos seien, berichtet die britische Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster). Eine erste Quotierung tritt fünf Jahre vorher in Kraft: 2021 müssen 2,5 Prozent der Autos elektrisch sein. 2022 muss der Anteil fünf Prozent, im Jahr darauf zehn Prozent betragen.
Der indische Taxidienst Ola hatte 2017 in der zentralindischen Stadt Nagpur einen Feldversuch mit Elektrofahrzeugen unternommen – und war damit gescheitert: Die Fahrer beklagten sich über hohe Betriebskosten und lange Wartezeiten an den wenigen Ladesäulen. Genervt verlangten sie ihre Verbrennerfahrzeuge zurück.
Die indische Regierung hofft, durch mehr Elektroautos die Umweltverschmutzung zu verringern und so die in Paris vereinbarten Klimaziele einzuhalten, aber auch, nicht mehr von Erdölimporten abhängig zu sein. Im vergangenen Jahr waren nur 0,1 Prozent der rund 3,3 Millionen in Indien verkauften Autos Elektroautos.
Kürzlich hatte eine Kommission, die mit Vertretern verschiedener Ministerien besetzt war, empfohlen, dass in den kommenden sechs bis acht Jahren Motorräder, Motorroller und Motorrikschas einen elektrischen Antrieb bekommen sollen. Die Regierung erwägt, den Elektroantrieb für kommerziell genutzte Zwei- und Dreiräder bis 2023 einzuführen, für kommerziell genutzte Autos bis 2026.
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