Elektromobilität: Swatch-Tochter entwickelt Auto-Akku

Endlich mal ein serienreifer Akku: Unter anderem für Elektroautos hat das Schweizer Unternehmen Belenos einen Energiespeicher entwickelt. Er soll gut ein Drittel leistungsfähiger sein als bisherige Akkus.

Artikel veröffentlicht am ,
Konzept für einen Elektro-Smart (Symbolbild): Neuer Akku soll Ende des Jahres auf den Markt kommen.
Konzept für einen Elektro-Smart (Symbolbild): Neuer Akku soll Ende des Jahres auf den Markt kommen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Schon Ende des Jahres soll er auf den Markt kommen: Das Schweizer Unternehmen Belenos Clean Power Holding hat einen Akku zur Serienreife entwickelt, der deutlich leistungsfähiger ist als herkömmliche Akkus. Gedacht sei der Energiespeicher für Elektroautos, berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) am Sonntag.

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator - Linux (m/w/d)
    etailer Solutions GmbH, Olpe
  2. IT-Professional/IT-Administr- ator (m/w/d)
    PETER BREHM GmbH, Weisendorf / Metropolregion Nürnberg
Detailsuche

Entwickelt wurde der Akku von Wissenschaftlern der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich und Belenos Clean Power, einem Tochterunternehmen des Schweizer Uhrenherstellers Swatch. Die Kathode besteht aus Vanadiumpentoxid und nimmt deutlich mehr positiv geladene Lithium-Ionen auf als Lithium-Eisen-Phosphat, das heute als Kathodenmaterial eingesetzt wird.

Mehr Leistung bei gleichem Gewicht

Vorteil des neuen Akkus: Er sei bei gleichem Gewicht "mindestens um 30 Prozent leistungsfähiger als herkömmliche Modelle", sagte Swatch-Chef Nick Hayek der NZZ. Das bedeutet, ein Elektroauto kann bei gleichem Gewicht statt 500 knapp 700 Kilometer weit fahren. Außerdem soll der Akku schneller laden als ein herkömmlicher Lithium-Ionen-Akku, und er soll weniger feuergefährlich sein. Schließlich ist er günstiger: Der Akku kommt ohne die relativ seltenen Elemente Kobalt und Nickel aus. Vanadium ist ein Nebenprodukt aus der Stahlproduktion und in großen Mengen verfügbar.

Die Energiespeicher sollen von Renata, einem weiteren Swatch-Tochterunternehmen, in der Schweiz gebaut werden. Die ersten Akkus für Elektrofahrräder oder Mobilgeräte könnten Ende dieses Jahres zur Verfügung stehen.

Golem Akademie
  1. Mobile Device Management mit Microsoft Intune
    22.-23. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Swatch-Gründer Nicolas Hayek senior hat Belenos Clean Power 2008 gegründet, um die Elektromobilität zu fördern. Unter anderem hat das Unternehmen ein Brennstoffzellenauto entwickelt. Das Akku-Projekt hat Hayek senior 2009 initiiert. Er wollte einen Akku mit einem Gewicht von 50 Kilogramm, der eine Reichweite von 500 Kilometern ermöglicht und in der Herstellung nicht mehr als 1.000 Franken, umgerechnet etwa 900 Euro, kosten sollte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Waffensystem Spur
Menschen töten, so einfach wie Atmen

Soldaten müssen bald nicht mehr um ihr Leben fürchten. Wozu auch, wenn sie aus sicherer Entfernung Roboter in den Krieg schicken können.
Ein IMHO von Oliver Nickel

Waffensystem Spur: Menschen töten, so einfach wie Atmen
Artikel
  1. OpenBSD, TSMC, Deathloop: Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt
    OpenBSD, TSMC, Deathloop
    Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt

    Sonst noch was? Was am 15. Oktober 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Whatsapp: Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei
    Whatsapp
    Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei

    Ein Vater nutzte ein 15 Jahre altes Nacktfoto seines Sohnes als Statusfoto bei Whatsapp. Nun läuft ein Kinderpornografie-Verfahren.

  3. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bis 21% auf Logitech, bis 33% auf Digitus - Cyber Week • Crucial 16GB Kit 3600 69,99€ • Razer Huntsman Mini 79,99€ • Gaming-Möbel günstiger (u. a. DX Racer 1 Chair 201,20€) • Alternate-Deals (u. a. Razer Gaming-Maus 19,99€) • Gamesplanet Anniversary Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /