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Elektromobilität: Siemens will private Lademöglichkeit für E-Autos einstellen

Ab 2023 sollen Siemens-Mitarbeiter ihre E-Autos nicht mehr privat an den Ladesäulen des Unternehmens laden dürfen.

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Laden eines E-Autos (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Siemens-Beschäftigte sollen ihre Elektroautos ab dem Jahr 2023 laut einem Medienbericht nicht mehr am Arbeitsplatz laden können. Der Konzern habe eine entsprechende Betriebsvereinbarung, die zum Jahresende auslaufe, nicht verlängert, berichtete Electrive.net unter Berufung auf interne Quellen. Private Fahrzeuge könnten künftig weder gratis noch gegen Bezahlung geladen werden.

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Die Änderung der Lademöglichkeit wurde den Mitarbeitern dem Bericht zufolge über das firmeneigene Intranet mitgeteilt. Das Problem seien nicht die Kosten, sondern die Lieferprobleme für neue Ladestationen, hieß es. Siemens-Mitarbeiter können seit 2017 gratis laden.

Wegen der Probleme beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur sollen die Siemens-Dienstfahrzeuge Vorrang bekommen, so dass diese stets einsatzbereit für Kundenbesuche oder Service-Einsätze seien, zitiert Electrive.net aus dem internen Schreiben.

Der Wegfall der privaten Lademöglichkeit führe zu Unmut, heißt es in dem Bericht, denn Mitarbeiter ohne Lademöglichkeit am Wohnort hätten sich darauf verlassen, bei der Arbeit laden zu können. Eine exklusive Nutzung der vorhandenen Ladepunkte für die Dienstfahrzeuge sei nicht absehbar gewesen.

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Siemens ist Mitglied der EV100-Initiative

Siemens will seinen Fuhrpark zunehmend elektrifizieren und bis 2030 komplett elektrisch fahren. Das Unternehmen ist Mitglied der EV100-Initiative der Climate Group, deren Mitglieder sich verpflichteten, den Fuhrpark umzustellen. Siemens kündigte an, seine weltweite Flotte von rund 50.500 Fahrzeugen umzustellen und Ladestationen zu installieren.