Elektromobilität: Shell stellt Ladesäulen an Tankstellen auf

Verbrennungsautos tanken, Elektroautos laden: Der Ölkonzern Shell denkt in die Zukunft und stellt an einigen Tankstellen Ladesäulen für E-Autos auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Alte Shell-Zapfsäulen (Symbobild): Nur zwei Prozent der Tankstellen in Deutschland haben Ladesäulen.
Alte Shell-Zapfsäulen (Symbobild): Nur zwei Prozent der Tankstellen in Deutschland haben Ladesäulen. (Bild: Toby Melville/Reuter)

Laden, wo getankt wird: Eigentlich sollte es logisch sein, dass Elektroautofahrer ihre Fahrzeuge dort laden, wo die Fahrer herkömmlicher Autos Treibstoff tanken. Bisher gibt es jedoch kaum Ladesäulen an Tankstellen. Das soll sich ändern: Shell wird noch in diesem Jahr die ersten Tankstellen mit Schnellladesäulen ausstatten - allerdings nicht in Deutschland.

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Der Mineralölkonzern Royal Dutch Shell hatte schon Anfang des Jahres angekündigt, Ladeeinrichtungen an seinen Tankstellen zu schaffen. Die ersten Ladesäulen werden demnächst aufgestellt. Dazu kooperiert Shell mit dem Ladeinfrastrukturbetreiber Allego. Weltweit gibt es rund 25.000 Shell-Tankstellen.

Porsche lädt schneller

Die Säulen ermöglichen ein schnelles Laden mit 30 Kilowatt. Das ist vergleichsweise wenig: Die Tesla-Supercharger laden mit 120 Kilowatt. Porsche hat gerade in Berlin die beiden ersten Ladestationen mit 350 Kilowatt aufgestellt.

Weitere Details der Pläne von Allego und Shell sind rar: Die ersten Ladesäulen werden an Tankstellen in Randstad, einem Ballungsgebiet im Westen der Niederlande, aufgebaut, anschließend weiter im Großraum London und in Derby. Sie sollen alle bis Ende des Jahres einsatzbereit sein. Wie viele Ladesäulen es sein werden und an welchen Tankstellen sie stehen sollen, haben Allego und Shell bisher nicht gesagt.

Tankstellen ohne Ladesäulen

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In Deutschland sind die Tankstellenbetreiber noch zurückhaltend: Rund zwei Prozent der derzeit etwa 7.400 Ladesäulen stünden an Tankstellen, berichtete Zeit Online kürzlich. So können an etwa zwei Dutzend Total-Tankstellen Elektroautofahrer ihren Akku laden. Bei Aral böten weniger als zehn diesen Service - dabei sei Aral mit über 2.350 Tankstellen Marktführer in Deutschland.

Die Bundesregierung hat Ende 2016 ein Programm für den Ausbau der Ladeinfrastruktur beschlossen: Sie stellt bis 2020 Fördermittel in Höhe von 300 Millionen Euro bereit. Dafür sollen 15.000 Ladesäulen aufgestellt werden. Davon sollen 5.000 Schnellladesäulen sein.

Allego beobachte den Markt, die Bereitschaft, auf das Elektroauto umzusteigen, sei vorhanden, sagt Allego-Chefin Anja van Niersen. Es fehle aber eine ausreichende Ladeinfrastruktur sowie ein kompatibles, übergreifendes Abrechnungsmodell - das halte viele noch vom Einstieg in die Elektromobilität ab. Shell trage künftig zur Schaffung eines zuverlässigen und offenen Ladesystems bei, das für alle Elektroautos zugänglich sei.

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Klausens 21. Jul 2017

Bis das alles soweit ich, dass so ein Wechsel 5min dauert sind auch 300kW-Lader draussen...

Kelon 20. Jul 2017

Dazu gibts ja schon dutzende Videos. Wenn du das wirklich gerne gesehen hättest statt nur...

Anonymer Nutzer 20. Jul 2017

Natürlich gibt es die Lösung: Schnelllader. Für die primäre Zielgruppe (wenn man keine...

SJ 20. Jul 2017

Du vergisst die nette junge Dame an der Tankestelle mit der man etwas schwatzen will....



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