Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Elektromobilität: Schweden will eine Autobahn elektrifizieren

Auf zunächst 21 Kilometern sollen Elektrofahrzeuge beim Fahren laden. Wie, ist noch unklar.
/ Werner Pluta
6 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Oberleitungs-Lkw auf schwedischem E-Higway: Eine induktive und zwei konduktive Techniken stehen zur Auswahl. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Oberleitungs-Lkw auf schwedischem E-Higway: Eine induktive und zwei konduktive Techniken stehen zur Auswahl. Bild: Werner Pluta/Golem.de

In Schweden sollen Elektroautos künftig während der Fahrt laden können. Die Verkehrsbehörde will einen Teil einer wichtigen Autobahn elektrifizieren. Mit welcher Technik das geschehen soll, ist noch nicht bekannt.

Auf einer Länge von zunächst 21 Kilometern soll die Europastraße E20 mit einer Lademöglichkeit ausgestattet werden. Das geht aus einer Präsentation von Transverket(öffnet im neuen Fenster) hervor. Die schwedische Behörde für Verkehrsinfrastruktur ist für das Projekt zuständig. Das Teilstück befindet sich westlich von Stockholm zwischen Hallsberg und Örebro. Die E20 verbindet Stockholm mit Göteborg und führt von dort weiter nach Malmö. Das sind die drei größten Städte des Landes.

Unklar ist noch, welche Technik verbaut werden soll, zur Auswahl stehen eine induktive und zwei konduktive. Alle drei wurden bereits in Schweden getestet: Auf der Insel Gotland wurden in eine Straße Spulen eingelassen , um drahtloses Laden während der Fahrt per Induktion zu testen.

In die Fahrbahn wird eine Stromschiene eingelassen

Zwei konduktive Systeme wurden ebenfalls erprobt: In Lund in Südschweden wurde von 2020 bis 2022 ein System mit einer Stromschiene in der Fahrbahn getestet. Fahrzeuge konnten dann über einen Stromabnehmer die Akkus laden. Das System erinnert vom Prinzip her an U- und S-Bahnen.

E-LKW mit Oberleitung - Bericht
E-LKW mit Oberleitung - Bericht (02:41)

Das zweite konduktive System nutzt eine Oberleitung: Fahrzeuge werden wie eine Lokomotive oder eine Straßenbahn mit einem Stromabnehmer auf dem Dach ausgestattet (g+) , der unter der Oberleitung ausgefahren wird. Nachteil dieses System ist aber, dass es nur für Lkw zur Verfügung steht. Die beiden anderen Systeme sind auch für Pkw nutzbar.

Die Entscheidung über die Übertragungstechnik wird voraussichtlich bald fallen müssen: Das Projekt soll bis zum Jahr 2025 abgeschlossen sein. Dann soll der neue schwedische E-Highway einsatzbereit sein.


Relevante Themen