Elektromobilität: Scholz findet Gefallen an VWs Subventionsplänen
"Der Staat muss das mit einem Ausbau der Ladeinfrastruktur und mit steuerlicher Förderung begleiten", sagte der Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) (FAZ) im Hinblick auf die milliardenschweren Investitionsentscheidungen zugunsten von E-Mobilität und Plugin-Hybriden seitens der deutschen Autokonzerne.
"Ich finde es industriepolitisch wichtig, dass wir unsere gegenwärtig bis 2021 begrenzten Förderprogramme für batterieelektrische Fahrzeuge und Plugin-Hybride auf das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen. Gleichzeitig sollte man eine steigende Kilometerleistung bei den Plugin-Hybriden vorschreiben", so Scholz weiter.
Volkswagen hatte Mitte März 2019 in einem umfangreichen Maßnahmenkatalog gefordert, dass Bezieher niedriger Einkommen beim Kauf eines Elektroautos finanziell unterstützt werden. Für sie sollte der Ladestrom kostenlos sein, wenn ihr Elektroauto unter 20.000 Euro gekostet hat. Außerdem soll nach Ansicht von VW der Kauf von Elektroautos künftig nicht mehr pauschal gefördert werden, sondern in Abhängigkeit von Fahrzeuggröße und Reichweite. Wer kleinere Fahrzeuge unter 4 Metern Länge mit bis zu 200 km Reichweite kauft, soll 5.000 Euro erhalten. Wer Autos mit mehr als 4,65 Metern kauft, erhält nur 2.000 Euro.

Volkswagen will zudem, dass die Ladeinfrastruktur nicht mehr wie bisher mit 300, sondern mit 600 Millionen Euro gefördert wird. Dazu soll eine nationale Erfassung aller Ladepunkte zwingend vorgeschrieben werden. Gegen Benzin- und Dieselfahrzeuge will VW ebenfalls vorgehen: Wer einen Elektroladeparkplatz zuparke, soll abgeschleppt und bestraft werden.
Die FAZ hat erfahren, dass es in der SPD für die Vorschläge viel Zuspruch gibt. Einige SPD-Politiker sollen auch loben, dass VW bei der Elektromobilität für Geringverdiener mitdenke.
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