Elektromobilität: RWE-Tochter Innogy will Ladeinfrastruktur mit aufbauen

Der Energiekonzern RWE beteiligt sich über sein Tochterunternehmen Innogy(öffnet im neuen Fenster) am Aufbau eines europaweiten Netzes von Schnellladesäulen für Elektroautos. Das hat Innogy-Chef Peter Terium im Interview mit der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) gesagt.
Audi, BMW, Daimler, Ford und Porsche hatten Ende November angekündigt , an Autobahnen eine Infrastruktur aus Hunderten Schnellladestationen einzurichten - als Konkurrenz zu den Superchargern von Tesla. Allein im kommenden Jahr sollen an 400 Standorten Ladesäulen aufgestellt werden.
Innogy will mitmachen
An diesem Projekt will sich Innogy beteiligen. "Wir sind bereit, den Herstellern technisch hochwertige und wettbewerbsfähige Ladesäulen zur Verfügung zu stellen" , sagte Terium. Wenn die Automobilhersteller wollten, könne Innogy auch dem Konsortiums beitreten.
Allerdings müsse sichergestellt sein, dass das Unternehmen dabei auch auf seine Kosten komme. "Wir können nicht das ganze Land mit Ladesäulen zupflastern und am Ende leer ausgehen. Ich bin ja vieles, aber ich bin nicht Mahatma Gandhi. Und Innogy ist keine Wohlfahrtsstiftung" , sagte Terium.
Der Moment der Elektromobilität kommt
Den Zeitpunkt hält Terium für richtig. Seiner Ansicht nach werden bald deutlich mehr Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein. "Ich glaube, dass der Verkauf von E-Autos demnächst exponenziell nach oben gehen wird. Das ist wie bei so vielem: Lange dümpelt alles dahin und plötzlich geht es los. Dieser Moment wird in der Elektromobilität bald kommen."
Die im April gegründete RWE-Tochter Innogy betreibt Anlagen zur Erzeugung von elektrischer Energie aus Erneuerbaren Quellen, hauptsächlich Windparks, und Stromnetze, und vertreibt Strom. Zudem hat Innogy einen Geschäftszweig für Elektromobilität. Das Unternehmen betreibt derzeit weltweit über 5.300 Ladesäulen.



