Elektromobilität: Rivian baut eine eigene Ladeinfrastruktur auf

Rivian lernt vom Primus der Elektromobilität - und holt sich auch dessen Arbeitskräfte.

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Elektro-Pickup Rivian R1T: Ladestationen an Nationalparks und entlegenen Raststätten
Elektro-Pickup Rivian R1T: Ladestationen an Nationalparks und entlegenen Raststätten (Bild: Rivian)

Ein gut ausgebautes Netz an Superchargern und keine Probleme an den Ladestationen - das ist ein Teil des Erfolgsrezepts von Tesla. Das US-Elektroautostartup Rivian will das kopieren und ein eigenes Netz mit Ladestationen aufbauen.

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Rivian entwickelt den R1T, einen Pickup mit Vierradantrieb - eher für das Gelände als für die Straße gedacht. Entsprechend sei auch das Konzept für Ladenetz, berichtet das auf Elektromobilität spezialisierte US-Onlinenachrichtenangebot Electrek unter Berufung auf eine Quelle mit Insider-Wissen: Die Stationen des Rivian Adventure Network sollen eher an abgelegenen Orten entstehen. Für das Laden auf der Straße ist gesorgt: Die Autos von Rivian haben einen CCS-Anschluss und können an entsprechenden Ladesäulen ihren Akku füllen.

Rivain plant Gleichstrom-Schnelllader an Nationalparks

Rivian plant demnach, Ladestationen an Nationalparks, entlegenen Raststätten oder in Wohnmobilstellplätzen zu bauen. Der erste soll in Moab im US-Bundesstaat Utah errichtet werden. Die Stationen sollen mit Gleichstrom betrieben werden und mit einer Leistung von bis zu 200 Kilowatt laden, wie die Quellen Electrek sagten. Ein Lader wird demnach über zwei Ladepunkte verfügen.

Für den Aufbau des Rivian Adventure Network hat das US-Unternehmen zwei erfahrene Kräfte engagiert: Carrington Bradley arbeitete knapp sieben Jahre lang bei Tesla und organisierte zuletzt das Ladeprogramm des Elektroautoherstellers. Seine künftige Kollegin Sara Eslinger kommt vom Fahrdienst Lyft. Aber auch sie hat zuvor sechs Jahre lang in Teslas Ladeprogramm gearbeitet. Leiter des Rivian Adventure Network wird Kit Ahuja, ein ehemaliger Tesla-Manager, der zuletzt bei Enel X gearbeitet hat, einer Tochter des italienischen Energieversorgers Enel, die sich unter anderem mit Elektromobilität beschäftigt.

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Der Rivian R1T ist ein fünfsitziger Pickup mit Allradantrieb, der über einen Elektromotor an jedem Rädern umgesetzt wird. Der Hersteller will das Fahrzeug in drei verschiedenen Varianten anbieten: Die kleinste Variante wird einen 300 Kilowatt starken Antrieb haben und einen Akku mit einer Kapazität von 105 Kilowattstunden, der eine Reichweite von rund 370 Kilometern ermöglicht. Der mittlere R1T bekommt einen 562 Kilowatt starken Antrieb und einen 135-Kilowattstunden-Akku, die Reichweite gibt Rivian mit 480 Kilometer an. Das Premium-Modell schließlich wird mit einem 522-Kilowatt-Antrieb und einem 180-Kilowattstunden-Akku ausgestattet. Es soll mit einer Akkuladung 640 Kilometer weit kommen.

Die ersten Fahrzeuge will Rivian im kommenden Jahr ausliefern - wegen der Covid-19-Pandemie verschiebt sich der Termin. 2021 sollen auch die ersten Stationen des Rivian Adventure Network eröffnet werden.

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