Elektromobilität: Renault will ab 2030 in Europa nur noch E-Autos anbieten

Renault will bis 2030 den Umstieg zum reinen Elektroauto-Anbieter schaffen. Ein kleines Schlupfloch gibt es nur für Dacia.

Artikel veröffentlicht am ,
Konzeptfahrzeug Renault Morphoz
Konzeptfahrzeug Renault Morphoz (Bild: Renault)

Die gesamte Groupe Renault, also nicht nur die Kernmarke Renault, sondern auch die Marken Dacia und Alpine sollen in Europa künftig nur noch elektrisch unterwegs sein, was den Pkw-Bereich betrifft.

Das teilte Renault-CEO Luca de Meo mit: "Renault wird 2030 in Europa zu 100 Prozent elektrisch sein." Dieses Ziel ist in seiner Klarheit neu: Mitte 2021 hatte der Konzern noch 90 Prozent genannt, nun seien es 100 Prozent, berichtet Autonews (Paywall).

Für die im unteren Preissegment positionierte Marke Dacia gibt es jedoch für de Meo eine Randbedingung: Sollte es bis 2030 nicht möglich sein, eine gute Ladeinfrastruktur in den Verkaufsgebieten der Fahrzeuge zu errichten oder sollten die Strompreise der Zielgruppe zu stark zusetzen, werde man auch weiter Dacias mit Verbrennern bauen.

Einen Dacia mit Elektromotor gibt es bereits .Der Viersitzer Dacia Spring mit einer Reichweite von 230 Kilometern (WLTP) ist vornehmlich für den städtischen und stadtnahen Verkehr gedacht.

Die Akkukapazität wird mit 26,8 kWh angegeben. Das Fahrzeug kann an Gleichstrom mit maximal 30 Kilowatt (kW) aufgeladen werden. Das Auto wird von einem Elektromotor mit 33 kW angetrieben, der ein maximales Drehmoment von 125 Nm erzielt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 125 km/h.

Renault bringt bald den Megane E-Tech Electric auf den Markt und auch der Renault 5 Electric ist bereits geplant. Bis 2030 sind nach bisherigen Angaben zehn neue Elektromodelle geplant. Ob das jetzt angekündigte Verbrenner-Aus darauf Einfluss hat und es eventuell noch mehr Fahrzeuge werden, bleibt unklar.

Auch andere Hersteller verabschieden sich von der Verbrennerwelt

2028 - also in sechs bis knapp sieben Jahren und damit vor der Konkurrenz wie Mercedes, BMW oder Volkswagen will Opel aus dem Verbrenner aussteigen. Opel-Chef Michael Lohscheller teilte dies am Rande einer Veranstaltung des Mutterkonzerns Stellantis schon im Juli 2021 mit.

Die Stellantis-Marke Peugeot soll innerhalb des Konzerns eine Vorreiterrolle bei der Elektromobilität übernehmen und 2030 nur noch E-Autos anbieten. Andere Stellantis-Marken wollen ebenfalls aussteigen: Für DS soll das schon 2026 der Fall sein, Alfa Romeo soll ein Jahr später folgen.

Andere Hersteller wie VW wollen in Europa bis 2035 beim Verbrenner aussteigen, Audi 2026 und Ford 2030.

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lestard 22. Jan 2022

Schon klar aber im Artikel wird explizit Stellantis angesprochen. Auch Alfa Romero übrigends.

Thorgil 19. Jan 2022

Eben nicht. Dort ist die Dauerleistung auch die Leistung, die beworben wird. Zumindest...

LH 17. Jan 2022

Range Extender gab es ja bereits vielfach, aber sie sind heute als Lösung kaum noch zu...



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