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Die Qualcomm-Teststrecke im französischen Versailles
Die Qualcomm-Teststrecke im französischen Versailles (Bild: Qualcomm)

Einfacheres Laden für autonome Autos

Wann es zum ersten praktischen Einsatz des dynamischen Ladens kommen wird, ist noch offen. Qualcomm würde die Technik gerne für einen großen Autozulieferer lizenzieren, doch offenbar gibt es noch keine Verträge.

Die große Stunde des drahtlosen Ladens könnte jedoch schlagen, wenn künftig autonome Elektroautos in den Städten unterwegs sind. Diese könnten dann die Ladeplätze selbst ansteuern und dort ohne die Hilfe eines Fahrers oder Roboterarms die Energie für ihre Batterien beziehen. Die Technik könnte daher für Taxidenste wie Uber oder Lyft interessant sein, die künftig selbstfahrende Autos einsetzen wollen. Google plant für seine selbstfahrenden Autos ebenfalls den Einsatz einer induktiven Ladetechnik.

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Renault plant Kosten im "dreistelligen Bereich"

Nicht ganz billig dürfte auch das Sekundärsystem im Auto werden. Nach Angaben des französischen Autoherstellers Renault, der die Testfahrzeuge ausgestattet hat, soll ein Komplettsystem für einen dreistelligen Betrag angeboten werden. Renaults Elektroauto-Chef Eric Feunteun sprach dabei von den Kosten für das fahrzeugeigene und das externe System. Damit dürfte er jedoch eher die Hardware für ein stationäres als für ein dynamisches System gemeint haben.

Feunteun sieht das dynamische Laden "als ein großes Versprechen für die Zukunft, Elektroautos komfortabler zu nutzen und ihre Verbreitung weiter voranzubringen". Bei einem Preis von rund 25.000 Euro für einen elektrischen Renault Zoe würde das derzeit allerdings einen happigen Aufschlag von einigen tausend Euro bedeuten. Nach Angaben von Qualcomm arbeiten inzwischen praktisch alle großen Autohersteller an Systemen für ein drahtloses Laden. Für Feunteun hat die Technik zusammen mit anderen Entwicklungen das Potenzial, das Elektroauto vom Zweit- zum Erstwagen zu machen.

Denkbar ist zudem, dass Elektroautos künftig nur noch mit Hochleistungsgleichstrom und drahtlos geladen werden. Dann würden die Kosten für die Wechsel- und Drehstromlader entfallen. Bis dahin ist es aber noch ein sehr weiter Weg. Eine Vorreiterrolle für den Einsatz könnte dabei die Formel E bringen. Das derzeitige Safety-Car, ein i8 von BMW, lässt sich bereits stationär mit einem Qualcomm-System laden. Formel-E-Promoter Alejandro Agag war daher sehr angetan bei der Präsentation der neuen Technik in Versailles: "Damit können wir schließlich die 24 Stunden von Le Mans jetzt elektrisch fahren lassen. Oder sogar ein Jahr lang."

Golem.de hat auf Einladung von Qualcomm an der Präsentation in Versailles teilgenommen.

 Hohe Kosten für Ladeautobahn

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m9898 30. Mai 2017

Naja, zumindest Zugvögel finden das Magnetfeld von Hochspannungsleitungen gar nicht...

m9898 30. Mai 2017

Hatte Tesla bereits vor Jahren, wurde aufgrund mangelndem Interesse wieder eingestellt.

Anonymer Nutzer 30. Mai 2017

Und wo sind deine tollen Konzepte, die das ermöglichen? Nur Geld in den ÖPNV schmeißen...

Anonymer Nutzer 29. Mai 2017

So wild ist das nicht. Das wären ca. 200kW, selbst bei 400V-Batterie sind das nur 500A...

Anonymer Nutzer 29. Mai 2017

Dafür gibt es ja Schnellader.



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