Elektromobilität: Post und Ford bauen großen E-Transporter

Die Deutsche Post plant größere Elektrolieferwagen: Zusammen mit Ford will Streetscooter, der konzerneigene Autohersteller der Post, einen Transporter auf Basis des Ford Transit bauen.

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Der große Lieferwagen von Streetscooter basiert auf dem Ford Transit
Der große Lieferwagen von Streetscooter basiert auf dem Ford Transit (Bild: Deutsche Post)

Die Deutsche Post und ihre Tochtergesellschaft Streetscooter wollen zusammen mit Ford batteriebetriebene Lieferfahrzeuge bauen. Diese sollen größer als die bisherigen Streetscooter sein. Dazu wird das Fahrgestell des Ford Transit verwendet und mit einem Elektromotor samt Akku sowie einem eigenen Karosserieaufbau nach Vorgaben der Post versehen. Die aktuelle siebte Generation des Ford Transit hat je nach Ausführung einen Radstand von 3.300 bis 3.750 mm, die Fahrzeuge sind 5.531 bis 6.734 mm lang. Zum Vergleich: Der Streetscooter Work ist 4.710 mm lang und hat einen Radstand von 2.805 mm.

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Die Pläne sind weit fortgeschritten, die Produktion startet im Juli 2017. DHL will mindestens 2.500 Stück des Fahrzeugs bis Ende 2018 im Lieferverkehr einsetzen - allerdings nur in Innenstädten. Technische Details stehen noch aus. "Ich sehe diese Partnerschaft als weiteren wichtigen Impuls für die Elektromobilität in Deutschland an", sagte Post-Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes. "Wir arbeiten weiter an einer komplett CO2-neutralen Logistik."

Neben den neuen Fahrzeugen will Streetscooter die bisherigen Modelle weiterbauen. Jährlich sollen bis zu 20.000 Einheiten des kleineren Zustellfahrzeugs mit Elektromotor in verschiedenen Varianten gebaut werden. Bisher sind rund 2.500 bundesweit im Einsatz.

Die 20.000 Fahrzeuge sind nicht allein für die Post gedacht. Im April 2017 kündigte das Unternehmen an, dass mindestens die Hälfte der diesjährigen Produktion für externe Interessenten wie Kommunen oder große Flottenkunden in Deutschland und Europa gedacht seien. Der Preis für den Lieferwagen soll bei 32.000 Euro beginnen. Der kleine Transporter Work hat eine Reichweite von ungefähr 80 km. Bei einem Laderaumvolumen von 4,3 Kubikmetern können 710 kg zugeladen werden.

Auch andere Hersteller versuchen sich an E-Lieferwagen

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Traditionelle Hersteller entwickeln ebenfalls elektrische Transporter. Volkswagen will im Herbst die ersten Elektro-Crafter - etwa so groß wie Mercedes-Sprinter - zur Erprobung an Kunden übergeben. Daimler will bis 2020 dem Paketdienst Hermes 1.500 Elektrotransporter der Reihen Vito und Sprinter liefern. Anfang 2018 soll es mit Piloteinsätzen in Stuttgart und Hamburg losgehen. Daimler brachte schon 2012 einen Transporter mit E-Antrieb auf den Markt, stellte das Angebot aber mangels Nachfrage ein.

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