Elektromobilität: Porsche geht an die Börse
Geld für neue Elektroautos: Der Sportwagenhersteller Porsche geht an die Börse. Ein Teil der Aktien könnte bereits Ende des Monats am Finanzmarkt gehandelt werden.
Der Autokonzern Volkswagen (VW), zu dem Porsche gehört, und die Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE (PSE) planten den Börsengang seit Anfang des Jahres. Der Aufsichtsrat von VW stimmte dem Vorhaben nun zu. Der Börsengang sei für Ende September oder Anfang Oktober in Frankfurt geplant, teilte Porsche mit(öffnet im neuen Fenster).
Für den Börsengang sei das Grundkapital von Porsche in 50 Prozent Vorzugsaktien und 50 Prozent Stammaktien unterteilt worden. Bis zu 25 Prozent, also bis zu einem Achtel der Gesamtanteile, sollen in Umlauf gebracht werden. Es solle "ein signifikanter Streubesitz geschaffen" sowie "eine hohe Liquidität im Sekundärmarkt für die Aktien der Porsche AG ermöglicht werden". PSE soll eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie halten.
Der Börsengang soll Elektromobilität finanzieren
VW und Porsche hoffen durch die Börsengang auf einen Wertzuwachs des Unternehmens. Die Einnahmen will Porsche für die Weiterentwicklung nutzen. Dazu gehören Digitalisierung und vor allem – nach dem Erfolg des elektrischen Porsche Taycan – Elektromobilität.

Dazu passt ein Bericht der britischen Autozeitschrift Autocar(öffnet im neuen Fenster), dass Porsche eine elektrische Version des Panamera sowie die zweiten Generation des Taycan vorbereite. Beide sollen nicht auf Porsches Plattform J1 basieren, sondern auf einer sportlichen Version der Scalable Systems Platform (SSP) von VW.
SSP soll 2026 fertig sein, Porsches Sportversion im Jahr darauf. Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Sportwagenhersteller bis zu sechs Elektromodelle auf den Markt bringen.
"Wir begrüßen die positive Entscheidung des Aufsichtsrats von Volkswagen für einen Börsengang der Porsche AG sehr", sagte Oliver Blume, Porsche-Chef und in Personalunion seit Anfang des Monats VW-Konzernchef. "Das ist ein historischer Moment für Porsche. Wir glauben, dass ein Börsengang für uns ein neues Kapitel mit größerer Eigenständigkeit als einer der weltweit erfolgreichsten Sportwagenhersteller aufschlagen würde. Wir bekämen die Möglichkeit, unsere Strategie weiter erfolgreich umzusetzen."
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