Elektromobilität: Porsche entwickelt intelligenten elektrischen Allradantrieb

Sicheres Fahren auch auf glatten Straßen: Das soll ein neuer Antriebsstrang ermöglichen, den Porsche entwickelt hat. Gedacht ist der Allradantrieb für elektrische SUVs.

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Porsche Macan (Symbolbild): Bekommt der E-Macan den neuen Antriebsstrang?
Porsche Macan (Symbolbild): Bekommt der E-Macan den neuen Antriebsstrang? (Bild: Matti Blume/CC-BY 4.0)

Porsche plant nach dem Elektrosportwagen Taycan weitere Elektroautos: Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller hat einen neuen elektrischen Antriebsstrang für einen Vierradantrieb entwickelt. Das Besondere ist die Zahl der Motoren.

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Üblicherweise wird ein Vierradantrieb mit zwei Motoren umgesetzt - einer an jeder Achse. Der neue Porsche-Antriebsstrang hat jedoch vier Motoren, an jedem Rad einen. Gedacht ist er für ein Sports Utility Vehicle (SUV). Porsche hat für 2022 eine elektrische Version des Macan angekündigt.

Vorteil eines elektrischen Allradantriebs gegenüber Allradantrieben mit einem Verbrennungsmotor sei, dass die Antriebskraft variabel verteilt werden könne, sagt Ulf Hintze von Porsche Engineering. "Das ist, als ob man für jede Achse oder jedes Rad ein eigenes Gaspedal hätte."

Porsche hat für den neuen Antriebsstrang eine Drehmomentsteuerung entwickelt, die die Kräfte dosiert, so dass sich das Fahrzeug immer neutral verhält. Sie kann die Räder unabhängig steuern, das heißt je nach Situation individuell bremsen oder beschleunigen - anders als ein konventionelles Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), das nur bremst. "So wird das Fahrzeug wieder in die richtige Spur 'gezogen' und verliert nicht an Geschwindigkeit. Außerdem ist der Eingriff weniger ruppig als beim hydraulischen ESP".

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So sorgt die Steuerung beispielsweise dafür, dass das Auto auch auf verschneiten Straßen in der Kurve die Spur hält und nicht unter- oder übersteuert. Zudem sorgt sie dafür, dass sich alle Räder gleich schnell drehen. Gerät das Auto mit einem Rad auf eine vereiste Fläche, lenkt die Software das Drehmoment in Sekundenbruchteilen auf die Räder um, die sich langsamer drehen und noch Halt haben. Ein drehzahlfühlendes Sperrdifferenzial gibt es auch für Verbrennerfahrzeuge. Aber als mechanisches System ist es laut Porsche träger als ein Software-gesteuertes.

Die Drehmomentsteuerung soll auch im Alltagseinsatz Verbesserungen bringen: Im Normalbetrieb wird die Kraft gleichmäßig auf alle Räder verteilt. Wenn der Fahrer beschleunigt, schaltet sie auf Heckantrieb um, in der Kurve hingegen auf Frontantrieb. "Das Fahrzeug fühlt sich so spürbar stabiler an, selbst für den Beifahrer", sagt Porsche-Entwickler Martin Rezac.

Vorgabe war, dass das System mit heute in Autos verbauten Sensoren arbeitet, also keine neue Sensoren integriert werden. Das Problem war laut den Entwicklern, dass der Fahrzeugzustandsbeobachter, die zentrale Komponente der Steuerungssoftware, mehr Daten braucht, als die Sensoren liefern. Sie hätten sich deshalb damit beholfen, die vorhandenen Sensoren besser zu nutzen. So liefert etwa ein Sensor, der sonst die Scheinwerfer automatisch einstellt, Daten über den Neigungswinkel des Autos.

Porsche hat den Antriebsstrang bereits in zwei Wintern auf einem zugefrorenen Fluss getestet. Wann und in welchem Fahrzeug er verbaut wird, hat der Hersteller nicht mitgeteilt.

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plutoniumsulfat 07. Dez 2019

Stimmt, ich bin auch dafür, dass jeder einfach das fahren soll, was er will. Leopards...

plutoniumsulfat 07. Dez 2019

Geil! Mit meinem bisherigen Wagen habe ich immer das Problem, dass die Vorderräder...

DeepSpaceJourney 07. Dez 2019

Starrachsen sind ohnehin selten, zumindest außerhalb Amerikas, und Hinterachslenkung gibt...

wurstdings 06. Dez 2019

Das liegt daran, dass du entweder nicht verstanden hast, was Torque Dynamics ist oder den...



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