Elektromobilität: Oberleitungs-Lkw sind besser fürs Klima und die Geldbörse

Der Aufbau einer Oberleitungsinfrastruktur entlang der Autobahnen für Elektro-Lkw ist ein teures und aufwendiges Projekt. Laut einer aktuellen Studie ist es aber finanzierbar. Die Elektro-Trucks sind zudem sauberer und günstiger im Betrieb als herkömmliche.

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Elektro-Lkw mit Stromabnehmer (in Schweden): Geringere Betriebskosten machen höhere Anschaffungskosten wett.
Elektro-Lkw mit Stromabnehmer (in Schweden): Geringere Betriebskosten machen höhere Anschaffungskosten wett. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Bessere Klimabilanz, geringere Kosten: Nach Berechnungen des Öko-Instituts kann der Aufbau einer Oberleitung an deutschen Autobahnen nicht nur zu einer Verringerung von Kohlendioxid-Emissionen beitragen. Die elektrisch betriebenen Laster sollen auch im Betrieb günstiger sein als solche mit Dieselantrieb.

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Im Jahr 2025 soll ein Elektro-Lkw mit einem Stromabnehmer für eine Oberleitung (O-Lkw) demnach 25 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen als ein Lkw mit Dieselmotor. Dabei wurde mit in Betracht gezogen, dass Dieselantrieb bis dahin deutlich effizienter sein wird als heute.

Für die Studie StratON - Bewertung und Einführungsstrategien für oberleitungsgebundene schwere Nutzfahrzeuge hat das Freiburger Institut zusammen mit der Hochschule Heilbronn, dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und dem Beratungsunternehmen Intraplan Lastwagen mit verschiedenen Antrieben verglichen: Neben O-Lkw und Diesellastern wurden auch Elektro-Lkw mit Akku, Lkw mit Brennstoffzelle sowie solche mit Flüssigerdgas untersucht.

Danach haben die elektrischen Lkw - mit Akku und mit Stromabnehmer - die höchste Energieeffizienz: Sie brauchen für die gleiche gefahrene Strecke nur etwa halb so viel Energie wie heutige Lkw mit Verbrennungsmotor. Für die Eigentümer bedeutet das, dass die Elektrofahrzeuge im Betrieb günstiger sind als herkömmliche. Laut der Studie sollen die Einsparungen bei den Energie- und den Wartungskosten die höheren Anschaffungskosten eines O-Lkw in weniger als fünf Jahren kompensieren.

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Bleiben die Kosten für den Aufbau der Infrastruktur entlang der Autobahn: Ein Kilometer Autobahn mit einer Oberleitung in beiden Fahrtrichtungen auszustatten, kostet nach Angaben der Verantwortlichen des schwedischen Pilotprojekts zwei Millionen Euro. Das Geld soll nach den Vorstellungen der Freiburger aus der Autobahnmaut kommen. Mit etwa 20 Prozent der aktuellen Jahreseinnahmen aus der Maut könnte der Aufbau eines 4.000 Kilometer großen Netzes bis zum Jahr 2030 finanziert werden.

"Unser Vergleich der Technologien zeigt klare Vorteile der Oberleitungs-Lkw gegenüber dem Diesel bei der Wirtschaftlichkeit für die Nutzer und dem Klimaschutz", sagt Projektleiter Florian Hacker. "Ob die Technologie ein Erfolg wird, hängt jedoch vor allem von den Anreizen ab, die die Politik für einen klimafreundlichen Güterverkehr der Zukunft setzt und ob sie eine gestaltende Rolle beim Infrastrukturaufbau übernimmt."

In Schweden läuft der Test mit den O-Lkw seit Juni 2016. In Deutschland sind ebenfalls Teststrecken geplant. Zwei entstehen auf Autobahnen: Hessen bei Frankfurt, auf der Autobahn A5 zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Darmstadt/Weiterstadt, und in Schleswig-Holstein auf der A1 zwischen Reinfeld und Lübeck. Baden-Württemberg schließlich plant ein Projekt bei Rastatt nahe Karlsruhe. Allerdings soll keine Autobahn, sondern die Bundesstraße 462 elektrifiziert werden.

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Clown 25. Sep 2018

Ich verstehe nicht, was so viele an der Wasserstoff-Idee so toll finden: 1) Ist ein...

Clown 24. Sep 2018

Da wette ich mit Dir: Die mit Abstand meisten wollen dann die Autobahn.

berritorre 18. Sep 2018

Ganz klar, Induktion wäre sicher teuerer, aber vermutlich einfach Zukunftssicherer...

xyzer 18. Sep 2018

Jo, ich wollte auch nur klarstellen, daß Kritik obsolet werden kann und in diesem Fall...



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