Abo
  • Services:

Elektromobilität: Norwegen baut mehr Elektrofähren

Nicht nur auf der Straße, auch auf dem Wasser steigen die Norweger auf Elektroantrieb um. Einer der größten Verkehrsbetriebe des Landes lässt sieben Elektrofähren bauen.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektrofähren von Hayvard: von Anfang an als E-Schiffe konzipiert
Elektrofähren von Hayvard: von Anfang an als E-Schiffe konzipiert (Bild: Hayvard)

Mehr Elektrofähren für Norwegen: Das Verkehrsunternehmen Fjord1 hat den Bau von sieben Fähren mit Elektroantrieb in Auftrag gegeben. Sie sollen in knapp zwei Jahren ihren Betrieb aufnehmen.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Fünf der Fähren sollen 50 Autos transportieren, die beiden anderen sind für eine Kapazität von 80 Fahrzeugen gedacht. Sie sollen ab Anfang 2020 in den westnorwegischen Provinzen Hordaland und Møre og Romsdal eingesetzt werden.

Fjord1 ist einer der größten norwegischen Verkehrsbetriebe. Das Unternehmen hat schon früher alternative Antriebe getestet: Im Jahr 2000 nahm Fjord1 die erste Fähre der Welt in Betrieb, die Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) verbrennt. Inzwischen sind mehrere dieser Fähren bei Fjord1 im Einsatz.

Der Entwurf für die Fähren stammt von dem norwegischen Schiffsbauunternehmen Havyard. Die Schiffe sind keine herkömmlichen Fähren, die mit einem Elektroantrieb ausgestattet werden, sondern es sind Neuentwicklungen, die von Anfang an als Elektrofähren konzipiert sind. Fünf der sieben Fähren wird Hayvard selbst bauen.

Die erste norwegische Elektrofähre ist seit 2015 auf dem Sognefjord im Einsatz. Kürzlich wurde bekannt, dass die Fähre nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch ein Erfolg ist: Sie emittiert nur etwa fünf Prozent der Kohlendioxidemissionen einer konventionellen, dieselbetriebenen Fähre. Die Betriebskosten sind um 80 Prozent niedriger.

Peter Due, Leiter der Abteilung für Autonomie beim norwegischen Technologieunternehmen Kongsberg Maritime, glaubt deshalb, Elektromobilität werde zur Erfolgsgeschichte für die norwegische Schiffsindustrie. Kongsberg Maritime hat den elektrisch betriebenen Frachter Yara Birkeland entwickelt. Das Schiff soll Dünger von der Fabrik, wo er hergestellt wird, zu zwei Häfen transportieren, von denen aus er verschifft wird. Die Yara Birkeland soll Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden und nach einer Testphase mit einer Mannschaft an Bord schließlich autonom operieren.

Norwegen ist auch das Land mit dem höchsten Anteil an Elektroautos der Welt. Der Strom in Norwegen wird fast ausschließlich mit Wasserkraft erzeugt, so dass Elektrofahrzeuge dort weitgehend emissionsfrei unterwegs sind. Die Einsparungen bei den Betriebskosten könnten auf eine norwegische Besonderheit zurückgehen: Fossile Treibstoffe sind dort im europaweiten Vergleich am teuersten, wohingegen Strom vergleichsweise günstig ist.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 119,90€
  2. 19,99€
  3. 299,99€
  4. (aktuell u. a. SanDisk Extreme Pro 1-TB-SSD 229,90€, Logitech Prodigy Tastatur 46,99€)

User_x 12. Mär 2018

Fahrradfahrer sind mittlerweile genauso Asozial wie Autofahrer auch. Und halten sich vor...

KingTobi 08. Mär 2018

Klar. Ich warte auch immer noch 5 Stunden (hier ist leider kein Schnelllader) bevor ich...


Folgen Sie uns
       


Commodore CDTV (1991) - Golem retro_

Das CDTV wurde in den frühen 1990er Jahren von Commodore als High-End-Multimediasystem auf den Markt gebracht. Wir beleuchten die Hintergründe seines Scheiterns und spielen Exklusivtitel.

Commodore CDTV (1991) - Golem retro_ Video aufrufen
CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar
  2. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  3. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant

Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Kalifornien Ab 2029 müssen Stadtbusse elektrisch fahren
  2. Monowheel Z-One One Die Elektro-Vespa auf einem Rad
  3. 2nd Life Ausgemusterte Bus-Akkus speichern jetzt Solarenergie

    •  /