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Elektromobilität: Northvolt baut Akkuzellfabrik in Schleswig-Holstein

Die nächste Gigafactory in Deutschland soll an der Nordseeküste entstehen, wo es bereits mehrere Projekte mit erneuerbaren Energien gibt.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Werner Pluta
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Akkufabrik Northvolt Ett in Skellefteå in Nordschweden: rund 3.000 Arbeitsplätze in der Fabrik in Heide (Bild: Northvolt)
Akkufabrik Northvolt Ett in Skellefteå in Nordschweden: rund 3.000 Arbeitsplätze in der Fabrik in Heide Bild: Northvolt

Akkus aus dem Norden: Northvolt will künftig Akkuzellen in Schleswig Holstein produzieren. Die neue Fabrik des schwedischen Unternehmens soll in Heide entstehen und in wenigen Jahren ihren Betrieb aufnehmen.

Die geplante Kapazität gibt das Unternehmen mit jährlich 60 Gigawattstunden (GWh) an. Das reicht für etwa eine Million E-Fahrzeuge. In Heide sollen rund 3.000 Arbeitsplätze entstehen. Die ersten Stellen für den neuen Standort hat Northvolt bereits ausgeschrieben.

Mit der Gigafactory Northvolt Drei erhöhen sich die Akkuproduktionskapazitäten, die sich in Entwicklung befinden, auf über 170 Gigawattstunden. Die erste Gigafactory von Northvolt steht in Skellefteå in Nordschweden und hat Ende vergangenen Jahres seine Produktion aufgenommen . Die zweite baut Northvolt zusammen mit dem Automobilkonzern Volkswagen in Salzgitter .

Northvolt baut und recycelt Akkus

Wie in Skellefteå soll auch in Heide neben der Akkuzellfabrik eine Anlage zum Recyceln der Akkus entstehen - im November hatte Northvolt die erste Akkuzelle aus Recyclingmaterial vorgestellt . 2030 will Northvolt Akkuzellen zur Hälfte aus recycelten Rohstoffen herstellen.

Die Wahl auf den Standort sei gefallen, weil die Region das sauberste Energienetz Deutschlands beherberge, das sich durch einen Überschuss an Strom aus Onshore- und Offshore-Windkraft auszeichne, teilte Northvolt mit(öffnet im neuen Fenster) . Dazu gehören beispielsweise das Reallabor Westküste 100 oder das Projekt E-Farm .

Northvolt Drei sei "ein Projekt, das sich gut in ein vielversprechendes zukünftiges Cluster sauberer Technologieunternehmen einfügt, die in Norddeutschland entstehen und den breiteren europäischen Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft vorantreiben, in der Deutschland eine entscheidende Rolle spielt" , sagte Peter Carlsson, einer der Gründer und Chef von Northvolt.

Northvolt plant, ab 2025 Akkuzellen in Heide zu produzieren.

Nachtrag vom 15. März 2022, 14:43 Uhr

Die Bundesregierung bewertet das Projekt positiv. "Ich freue mich über die geplanten Investitionen von Northvolt in Schleswig-Holstein. Der Bau einer Batteriezellfabrik in Heide ist ein starkes Signal für den Standort Schleswig-Holstein" , sagte Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck(öffnet im neuen Fenster) . "Es werden neue zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen und jede Investition in klimaschonende Technologien stärkt die Souveränität Deutschlands und Europas."

Northvolts Akkuproduktion in Schleswig-Holstein werde dazu beitragen, die Lieferketten für Elektromobilität in Deutschland und Europa zu stärken. Deshalb werde die Bundesregierung "das Projekt substanziell unterstützen" , kündigte Habeck an.


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