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Elektromobilität: Nio plant Akkuwechselstationen in Deutschland

Ende des Jahres kommt Nios erstes Elektroauto in Deutschland auf den Markt. Dann wird es auch erste Stationen für den Akkuwechsel geben.
/ Werner Pluta
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Erste Akkuwechselstation von Nio in Europa (Bild: Dirk Kunde)
Erste Akkuwechselstation von Nio in Europa Bild: Dirk Kunde

Tauschen statt laden: Der chinesische Elektroautohersteller Nio hat das Konzept des Akkuwechsels wieder aufgenommen. An speziellen Stationen sollen leere Akkus von Elektroautos automatisch gegen volle getauscht werden. Nio will das System auch in Deutschland aufbauen.

Im Juli kündigte Nio an, sein Elektroauto ET7 Ende des Jahres in Deutschland auf den Markt zu bringen . Der Akku der Limousine kann geladen oder an einer sogenannten Swap-Station gewechselt werden.

Mit den Autos will Nio auch die Wechselstationen nach Deutschland bringen. Das hat Nios Europa-Chef Zhang Hui angekündigt. "Für Deutschland können Sie sicher mit mehreren Battery-Swap-Stationen rechnen" , sagte er der Tagesschau(öffnet im neuen Fenster) .

Nio will eine Fabrik bei Budapest bauen

Die Swap-Stationen will Nio zumindest zum Teil in Europa fertigen. Kürzlich vereinbarte das Unternehmen mit der ungarischen Regierung, dass es in der Nähe der Hauptstadt Budapest eine Fabrik errichten wird. Dort sollen Komponenten für die Wechselstationen sowie weitere Ladetechnik hergestellt werden.

Nio plant, dass zum Verkaufsstart des ET7 Ende des Jahres auch erste Swap-Stationen verfügbar sind. Diese sollen an Hauptverkehrsadern sowie in der Peripherie von Großstädten gebaut werden. Die ersten Standorte werden voraussichtlich Berlin und München sein.

In China unterhält Nio bereits 900 Wechselstationen. Kürzlich kündigte der Elektroautohersteller an, dass bis zum Jahr 2025 weltweit 4.000 Stationen verfügbar sein sollen, davon 1.000 außerhalb Chinas. Die erste Station in Europa wurde Anfang des Jahres in Lier nahe der norwegischen Hauptstadt Oslo eröffnet .

Ein Erfolgsfaktor für das Wechselsystem könnte zudem sein, Wechselstationen an beliebten Reiserouten aufzustellen. "Irgendwann bauen wir wahrscheinlich von München bis zum Gardasee" , sagte Zhang.


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