Elektromobilität: Nio hat eine halbe Million Akkus getauscht

Better Place ist mit dem Akkuwechsel gescheitert. In China scheint das Konzept zu funktionieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektroauto von Nio beim Verlassen einer Akku-Wechselstation: China will Standards einführen.
Elektroauto von Nio beim Verlassen einer Akku-Wechselstation: China will Standards einführen. (Bild: Nio)

Der Akkutausch ist wieder da. Womit das israelische Startup Better Place scheiterte, das scheint in China zu gelingen: Der chinesische Elektroautohersteller Nio hat bereits mehrere Hunderttausend Tauschvorgänge durchgeführt.

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Aktuell gibt 131 Stationen in 58 Städten, an denen Elektroautos von Nio automatisiert einen leeren Akku gegen einen vollen getauscht bekommen. Kürzlich verzeichnete der Hersteller nach eigenen Angaben den 500.000sten Akkuwechsel.

Nio hatte Ende 2017 das Sports Utility Vehicle (SUV) ES8 mit Wechselakku angekündigt. Gleichzeitig hat das Unternehmen angefangen, eigene Tauschstationen aufzubauen. Die erste wurde im Mai 2018 in Shenzhen eingeweiht. Weitere entstanden in den Ballungsgebieten rund um Peking und im Perlfluss-Delta sowie an den Autobahnen von Peking nach Schanghai und von Peking über Hongkong nach Macao.

Vorteil des Akkutauschs ist, dass das zum Teil langwierige Laden entfällt. Zudem werden die Autos günstiger werden: Der teure Akku ist nicht Teil des Autos, wird also nicht mitgekauft, sondern gemietet. Gezahlt wird dann für die gefahrenen Kilometer, nicht für den Energiespeicher.

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Der ehemalige SAP-Manager Shai Agassi hatte 2008 das Konzept des Akkuwechsels vorgestellt. Unter anderem plante sein Unternehmen Better Place den Aufbau entsprechender Infrastrukturen in Australien, Dänemark, Israel und in zwei US-Bundesstaaten. Der französische Autohersteller Renault beteiligte sich als Partner. 2013 jedoch gab Better Place auf.

Inzwischen ist die Idee wieder aufgelebt. Der taiwanische Motorroller-Hersteller Gogoro etwa stattet seine Fahrzeuge mit Wechselakkus aus, ebenso wie der deutsche Hersteller Kumpan. Das Berliner Startup Swobbee baut in Berlin eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf, allerdings eher für Kleinfahrzuge wie E-Bikes oder Grünflächengeräte.

Während das Konzept im Westen keinen Erfolg hatte, scheint es in China aufzugehen. Nio ist nicht der einzige Hersteller, der seine Autos mit Wechselakkus ausstattet. Die chinesische Regierung hat Anfang des Jahres angekündigt, Standards einzuführen, damit die Fahrer von Elektroautos nicht auf die Stationen ihres Herstellers angewiesen sind, sondern beliebige Stationen ansteuern können.

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1000Volt 24. Nov 2021

Nur mit Tauschakkus kann sich die Elektromobilität durchsetzen. Stimme allen positiven...

Trollversteher 04. Jun 2020

Oehm, das ist ber nur ein nettes Gimmick des Smartphones, im Gegensatz zu einer...

martinalex 03. Jun 2020

die Dynamik sollte vor allem von der verwendeten Leistungselektronik abhängen und kann...



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