Abo
  • IT-Karriere:

Elektromobilität: Milton Keynes soll Robotertaxis bekommen

In der südenglischen Stadt Milton Keynes werden Passagiere künftig nicht mehr nach einem Taxi winken, sondern eines per Smartphone bestellen. Das hat keinen Fahrer und bringt die Insassen autonom zum Ziel.

Artikel veröffentlicht am ,
Fahrerloses Taxi in Milton Keynes (Konzept): nichts für Eilige
Fahrerloses Taxi in Milton Keynes (Konzept): nichts für Eilige (Bild: Department for Business, Innovation & Skills)

War bisher die Rede von Milton Keynes in Zusammenhang mit Autos die Rede, ging es normalerweise um Einsitzer - um sehr schnelle Einsitzer: Die Stadt in der südenglischen Grafschaft Buckinghamshire ist Sitz von Red Bull Racing, dem Team von Sebastian Vettel, das derzeit die Formel 1 dominiert. Für die kommunale Zukunft setzt Milton Keynes aber auf leise Fahrzeuge ohne Fahrer.

Stellenmarkt
  1. Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. MVZ Labor Ludwigsburg GbR, Ludwigsburg

Die Stadt will ab 2015 fahrerlose elektrische Fahrzeuge für den Personennahverkehr einsetzen: Sie können per Smartphone angefordert werden und bringen den oder die Passagiere zum gewünschten Ziel. Zwei Insassen sollen so in einem Robotertaxi Platz finden. Während sie sich autonom durch die Straßen der Stadt kutschieren lassen, können sie auf einem Bildschirm im Internet surfen oder Mails abrufen.

Mittelding zwischen Bus und Taxi

Das System soll eine Art Mittelding zwischen Bus und Taxi sein: Die Passagiere können es individuell anfordern. Die Fahrzeuge werden aber auf eigens dafür vorgesehenen Fahrbahnen verkehren - zum Start des Projekts bringen sie Reisende vom Hauptbahnhof zu einem Einkaufszentrum. Eine Fahrt soll etwa 2 britische Pfund kosten - umgerechnet etwa 2,40 Euro. Für ganz Eilige ist das System indes nicht geeignet: Mit eher gemächlichen 20 Kilometern in der Stunde sollen die Gefährte durch die Stadt zuckeln.

  • Smartphone statt winken: Der Fahrgast bestellt das autonome Taxi mit seinem Mobiltelefon. (Bild: Department for Business, Innovation & Skills)
  • Es bringt ihn dann auf vorgegebenen Strecken zum Ziel. (Bild: Department for Business, Innovation & Skills)
  • Das Design soll sich am EN-V von General Motors orientieren, ... (Foto: General Motors)
  • ... einer Weiterentwicklung des zweisitzigen Segways P.U.M.A. (Foto: General Motors)
  • Schon im Einsatz: autonomes PRT-System am Londoner Flughafen Heathrow (Foto: Ultra Global PRT)
Smartphone statt winken: Der Fahrgast bestellt das autonome Taxi mit seinem Mobiltelefon. (Bild: Department for Business, Innovation & Skills)

Ganz neu ist das Konzept nicht: Am Londoner Flughafen Heathrow bringt ein ähnliches Transportmittel bis zu vier Reisende, die am Terminal 5 ankommen, zu einem Parkplatz. Das System ist seit 2011 im Einsatz und das erste kommerzielle Personal-Rapid-Transit-System (PRT).

Design wie EN-V?

Wie die Fahrzeuge aussehen werden, steht noch nicht fest. Das Design könnte sich an den runden Formen des Electric Networked-Vehicle (EN-V) des US-Autoherstellers General Motors (GM) orientieren, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian. Das Fahrzeug, das 2010 auf der Weltausstellung in Shanghai unterwegs war, wiederum basiert auf dem P.U.M.A. (Personal Urban Mobility and Accessibility, private Mobilität und Erreichbarkeit in Städten), einem zweisitzigen Segway, den Segway und GM zusammen entwickelt haben.

20 Fahrzeuge will die Stadt zum Start einsetzen. Bis 2017 soll die Flotte auf 100 ausgebaut werden. Sollte sich das Pilotprojekt bewähren, will die britische Regierung solche Nahverkehrssysteme auch in anderen Städten des Landes einführen.

Regierung hofft auf Arbeitsplätze

Elektroantriebe und fahrerlose Fahrzeuge seien Technologien, mit denen künftig hochwertige Arbeitsplätze in Großbritannien geschaffen werden können, sagte der britische Wirtschaftsminister Vince Cable bei der Vorstellung. "Im Jahr 2050 werden wenn überhaupt nur noch wenige Neufahrzeuge einzig mit einem traditionellen Verbrennungsmotor angetrieben sein. Deshalb ist es wichtig, dass die britische Autoindustrie bei sauberer Technik ganz vorne mit dabei ist."

Die britische Regierung fördert dieses sowie weitere Projekte zu sauberer Fahrzeugtechnik. Für das Programm stellt sie 75 Millionen britische Pfund, knapp 90 Millionen Euro, bereit.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-10%) 89,99€
  2. (-12%) 52,99€
  3. 4,99€

ploedman 10. Jan 2014

/signed

ploedman 10. Jan 2014

So ist es, da ist man mit einem Fahrrad schneller Unterwegs.

Anarcho_Kommunist 08. Nov 2013

Warum brauchen denn unstudierte einen "Arbeitsplatz" ? Wäre doch viel einfach ihnen ein...


Folgen Sie uns
       


Golem-Akademie - Trainer Florian stellt sich vor

Vom Junior-Projektleiter zum IT-Director konnte Florian Schader sämtliche Facetten der IT-Welt gestalten und hat eine Leidenschaft entwickelt, diese Erfahrungen weiterzugeben. Seine Grundmotivation ist die aktive Weitergabe seiner 20-jährigen Projekt- und Leitungserfahrung im IT-Umfeld, der Erfolg von Projekten und die aktive Weiterentwicklung von Menschen. Dabei stellt er immer den Bezug zur Praxis her. Als Trainer und Coach ist er spezialisiert auf Projektmanagement und Führungskräfteentwicklung.

Golem-Akademie - Trainer Florian stellt sich vor Video aufrufen
Telekom Smart Speaker im Test: Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht
Telekom Smart Speaker im Test
Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den einzigen smarten Lautsprecher an, mit dem sich parallel zwei digitale Assistenten nutzen lassen. Der Magenta-Assistent lässt einiges zu wünschen übrig, aber die Parallelnutzung von Alexa funktioniert schon fast zu gut.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Smarte Lautsprecher Amazon liegt nicht nur in Deutschland vor Google
  2. Pure Discovr Schrumpfender Alexa-Lautsprecher mit Akku wird teurer
  3. Bose Portable Home Speaker Lautsprecher mit Akku, Airplay 2, Alexa und Google Assistant

Minecraft Earth angespielt: Die Invasion der Klötzchen
Minecraft Earth angespielt
Die Invasion der Klötzchen

Kämpfe mit Skeletten im Stadtpark, Begegnungen mit Schweinchen im Einkaufszentrum: Golem.de hat Minecraft Earth ausprobiert. Trotz Sammelaspekten hat das AR-Spiel ein ganz anderes Konzept als Pokémon Go - aber spannend ist es ebenfalls.
Von Peter Steinlechner

  1. Microsoft Minecraft hat 112 Millionen Spieler im Monat
  2. Machine Learning Facebooks KI-Assistent hilft beim Bau von Minecraft-Werken
  3. Nvidia Minecraft bekommt Raytracing statt Super-Duper-Grafik

Banken: Die Finanzbranche braucht eine neue Strategie für ihre IT
Banken
Die Finanzbranche braucht eine neue Strategie für ihre IT

Ob Deutsche Bank, Commerzbank oder DKB: Immer wieder wackeln Server und Anwendungen bei großen Finanzinstituten. Viele Kernbanksysteme sind zu alt für aktuelle Anforderungen. Die Branche sucht nach Auswegen.
Eine Analyse von Manuel Heckel

  1. Bafin Kunden beklagen mehr Störungen beim Online-Banking
  2. PSD2 Giropay soll bald nahezu allen Kunden zur Verfügung stehen
  3. Klarna Der Schrecken der traditionellen Banken

    •  /