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Elektromobilität: Merkel rechnet nicht mehr mit 1 Million E-Autos bis 2020

Während die Regierung beim Breitbandausbau noch an ihren ambitionierten Zielen festhält, ist das bei der Elektromobilität nicht mehr der Fall. Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft aber noch auf einen "Smartphone-Effekt".
/ Friedhelm Greis
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)
Bundeskanzlerin Angela Merkel Bild: Fabrizio Bensch/Reuters

Die Bundesregierung hat sich von dem Ziel verabschiedet, bis 2020 für eine Verbreitung von einer Million Elektroautos zu sorgen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete(öffnet im neuen Fenster) , sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag auf einem Fraktionskongress in Berlin: "So, wie es im Moment aussieht, werden wir dieses Ziel nicht erreichen." Allerdings könne der Durchbruch für den Elektroantrieb sehr plötzlich kommen.

Nach Ansicht Merkels ist dies bei Smartphones ähnlich gewesen. Aus diesem Grund müsse man sich weiter auf die E-Mobilität in Deutschland vorbereiten. Ebenso wie die Bundeskanzlerin hatte auch der damalige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) das Ziel als unrealistisch bezeichnet. "Wenn wir nicht noch die Fahrräder dazuzählen, werden wir nicht mal auf die Hälfte kommen. Ich rate zu ein bisschen mehr Realismus" , hatte er im Januar 2017 nach Angaben von Reuters gesagt(öffnet im neuen Fenster) .

Trotz Einführung einer Kaufprämie für Elektroautos und Hybridfahrzeuge im vergangenen Sommer verkaufen sich E-Autos immer noch schleppend. Grund hierfür sind neben dem zum Teil sehr hohen Preis wie bei Tesla-Modellen auch die geringe Reichweite und fehlende Lademöglichkeiten . Hinzu kommen Lieferprobleme bei Herstellern wie derzeit beim Opel Ampera .


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