Elektromobilität: Meine Ladestation soll schöner werden

Audi errichtet Ladeparks in Innenstädten. Porsche sucht noch nach Standorten. Ein Ladenbauer erweitert Tesla Supercharger um eine Lounge.

Ein Bericht von Dirk Kunde veröffentlicht am
Audis Charging Hub in Nürnberg: Laden und Chillen
Audis Charging Hub in Nürnberg: Laden und Chillen (Bild: Audi)

Erste Autohersteller bauen komfortable Charging Hubs mit Lounge und Snack-Angebot. So hat Audi gerade angekündigt, seine Charging Hubs bis 2024 um 14 neue Standorte erweitern zu wollen, Porsche sucht noch geeignete Standorte und ein Ladenbauer stattet Tesla Supercharger mit Lounges aus.

Inhalt:
  1. Elektromobilität: Meine Ladestation soll schöner werden
  2. Porsche baut Ladeparks in den Alpen

Audi hat bereits Ende 2021 die erste Ladestation an der Nürnberger Messe errichtet, ein weiterer Standort in Zürich geht in der zweiten Jahreshälfte 2022 ans Netz. Ebenfalls im Lauf des Jahres kommen Lademöglichkeiten in Berlin und Salzburg hinzu, für 2023 sind drei Standorte und für 2024 weitere acht Ladeparks in Deutschland vorgesehen. Insgesamt betreibt Audi dann 15 HPC-Standorte.

In Nürnberg können Audi-Fahrer in der App 15 Minuten vor Ankunft einen Ladeplatz reservieren. Die sechs Plätze sind überdacht, ein Schwenkarm trägt einen Großteil des Kabelgewichts. Die Ladezeit verbringt man im ersten Stock in einer Lounge oder auf der Terrasse. Es gibt Toiletten sowie Getränke- und Snackautomaten.

Die Charging Hubs sind fliegende Bauten. Sie bestehen aus modularen Containern und kommen ohne eigenes Fundament und Tiefbauarbeiten aus. Das verkürzt Genehmigungszeiten und senkt die Baukosten. "Innerhalb von 14 Tagen könnten wir den Charging Hub in Nürnberg ohne Rückstände abbauen", sagte der verantwortliche Audi-Projektmanager Ewald Kreml zu Golem.de. Außerdem verzichtet Audi auf einen teuren Anschluss ans Mittelspannungsnetz.

Solarzellen liefern Strom

Im Erdgeschoss des Hubs sind Container mit Akkus aus 26 Audi-Erprobungsfahrzeugen untergebracht. Solarzellen auf dem Dach und ein 200-Kilowatt-Wechselstromanschluss versorgen die 2.450 Kilowattstunden (kWh) fassenden Akkus mit Energie. An den sechs Ladepunkten steht die volle HPC-Leistung mit bis zu 320 Kilowatt (kW) zur Verfügung, wobei der Audi GT und der Porsche Taycan derzeit eine Ladeleistung bis zu 270 kW nutzen.

  • Charging Hub von Audi in Nürnberg (Bild: Audi)
  • Charging Hub von Audi in Nürnberg (Bild: Audi)
  • Charging Hub von Audi in Nürnberg (Bild: Audi)
  • Charging Hub von Audi in Nürnberg (Bild: Audi)
  • Charging Hub von Audi in Nürnberg (Bild: Audi)
  • Charging Hub von Audi in Nürnberg (Bild: Audi)
  • Charging Hub von Audi in Nürnberg (Bild: Audi)
  • Geplanter Charging Hub von Audi in Zürich (Bild: Audi)
  • Geplanter Charging Hub von Audi in Zürich (Bild: Audi)
  • Lounge am Tesla-Supercharger in Endsee (Bild: BK Group)
Charging Hub von Audi in Nürnberg (Bild: Audi)

Audi setzt mit dem aktuellen sowie weiteren Standorten auf innenstadtnahe Gelände mit guter Verkehrsanbindung. "Bei uns sollen Menschen laden, die im urbanen Umfeld wohnen, aber keine Möglichkeit haben, eigene Wallboxen zu installieren", sagt Kreml.

In Nürnberg kommt das gut an: 3.600 Ladevorgänge verzeichnet der Hersteller seit dem Start im Dezember 2021. Rund 60 Prozent der Ladevorgänge erfolgen durch wiederkehrende Kunden.

Im Schnitt laden 24 Fahrzeuge pro Tag am Hub, in der Spitze waren es 54. Durchschnittlich lädt ein Kunde 42 kWh Energie. So liefern selbst an Spitzentagen die Akkus ausreichend Energie (54 x 42 kWh = 2.270 kWh).

Der Ladepark in Zürich fällt mit vier Ladepunkten kleiner aus.

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Porsche baut Ladeparks in den Alpen 
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