Elektromobilität: Mehr Wasserstoff für deutsche Autofahrer

Ladesäulen für Elektroautos sind in den vergangenen Jahren in vielen deutschen Städten aufgestellt worden. Als Nächstes will die Bundesregierung den Aufbau von Wasserstofftankstellen vorantreiben. Das soll die Verbreitung von Autos mit alternativen Antrieben fördern.
Mehr Wasserstofftankstellen
Bis 2015 sollen 50 Wasserstofftankstellen in Deutschland verfügbar sein. Das geht aus dem dritten Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität(öffnet im neuen Fenster) (NPE) hervor, aus dem die Tageszeitung Die Welt vorab berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Den Bericht will die NPE am heutigen Vormittag vorstellen.

Der Ausbau des Netzes mit den Wassertankstellen sei nötig, um das Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, zu erreichen, heißt es in dem Bericht. Brennstoffzellenautos haben gegenüber Elektroautos mit einem Akku den Vorteil, dass sie eine größere Reichweite haben und – vergleichbar einem Auto mit Verbrennungsmotor – schnell aufgetankt werden können. Langfristig räumen Experten Brennstoffzellenautos ebenso wie Hybridfahrzeugen bessere Marktchancen ein als den Elektroautos mit Akku.
14 öffentlich zugängliche Tankstellen
Derzeit jedoch ist der Betrieb eines Brennstoffzellenautos schwierig. Ein Grund ist das schlecht ausgebaute Tankstellennetz(öffnet im neuen Fenster) : In ganz Deutschland gibt es nur 14 Wasserstofftankstellen, an denen Privatleute Treibstoff für ein Brennstoffzellenauto kaufen können. Hinzu kommen noch einmal rund 20, die meist Unternehmen gehören und nicht öffentlich zugänglich sind.
Die Bundesregierung wolle deshalb das Netz ausbauen, schreibt die Welt. Dafür will sie 20 Millionen Euro bereitstellen. An dem Ausbau werden sich die Gashersteller Air Liquide und Linde, das Chemieunternehmen Air Products, das Mineralölunternehmen Total sowie der Autohersteller Daimler beteiligen. Letzterer gilt als treibende Kraft: Daimler will 2016 ein Brennstoffzellenauto auf den Markt bringen.



