Elektromobilität: MagniX will ein Elektroflugzeug mit Brennstoffzelle bauen

Nach zwei kleineren Flugzeugen mit Akku will das US-Unternehmen MagniX als Nächstes ein Regionalflugzeug elektrifizieren.

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Dash 8 (Symbolbild): Wasserstoff ist die Zukunft der Branche.
Dash 8 (Symbolbild): Wasserstoff ist die Zukunft der Branche. (Bild: Alan Wilson/Wikipedia/CC-BY-SA 2.0)

Nach dem kleinen Wasserflugzeug und der Zubringermaschine will das US-Unternehmen MagniX ein Regionalflugzeug elektrifizieren. Das bekommt aber keinen Akku als Stromlieferanten, sondern eine Brennstoffzelle.

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Elektromotorhersteller MagniX ist dafür eine Partnerschaft mit Universal Hydrogen eingegangen. Das US-Unternehmen wird einen Nachrüstsatz entwickeln, um ein Flugzeug mit einem konventionellen Verbrennungsantrieb zu einem Brennstoffzellenflugzeug umzubauen.

Zwei Flugzeuge können umgerüstet werden

Der Nachrüstsatz ist für eine De Havilland DHC-8, auch Dash 8 genannt, gedacht. Das ist ein 22 Meter langes Flugzeug mit einer Spannweite von knapp 26 Metern. Die zweimotorige Turboprop-Maschine kann 40 Passagiere befördern. Der Nachrüstsatz soll aber auch für die ATR 42 des französisch-italienischen Konsortiums Avions de Transport Régional passen, den großen Konkurrenten der Dash 8.

MagniX wird die Motoren für die Flugzeuge liefern. An jeder Tragfläche solle "ein elektrisches Antriebssystem der Zwei-Megawatt-Klasse" montiert werden, teilte MagniX mit. Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben. Bis dato baut MagniX nur zwei Motoren mit einer Leistung von 280 und 560 Kilowatt.

MagniX hat schon Flugzeuge elektrifiziert

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Den größeren Magni500 hat MagniX in seine bisherigen Elektroflugzeug-Umbauten eingebaut: Für die kanadische Regionalfluglinie Harbour Air Seaplanes hat MagniX eine De Havilland DHC-2 Beaver umgerüstet und im Dezember 2019 zum ersten Mal geflogen. Harbour Air Seaplanes will die gesamte Flugzeugflotte auf Elektroantrieb umrüsten.

Umbau Nummer zwei ist eine Cessna 208 Grand Caravan. Das elektrifizierte Zubringerflugzeug absolvierte im Mai seinen ersten Flug.

"Es muss sich ganz eindeutig noch sehr viel tun, was die Emissionsreduzierung im kommerziellen Flugverkehr angeht", sagte Paul Eremenko, "und die Zukunft der Branche liegt in wasserstoffbasierter, kohlenstofffreier Energie." Eremenko ist einer der Gründer und Chef von Universal Hydrogen. Er war davor unter anderem Technikchef bei Airbus und hat den Außenposten des europäischen Luftfahrtkonzerns im Silicon Valley geleitet, wo unter anderem das Flugtaxi Vahana entwickelt wurde. Universal Hydrogen wurde erst in diesem Jahr gegründet.

Die beiden Unternehmen wollen mit dem Projekt zeigen, dass Fliegen mit einem Brennstoffzellensystem und einem elektrischen Antrieb machbar ist. Wann die elektrifizierte Dash 8 erstmals abheben wird, ist nicht bekannt.

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