Abo
  • Services:

Elektromobilität: Londoner E-Taxi misst falsch

Seit diesem Monat werden in London nur noch Taxis mit Elektro- oder Hybridantrieb zugelassen. Die Einführung der Elektroautos verzögert sich - wegen eines Messfehlers.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektrisches Taxi TX E-City: nicht genug Schnellladestationen
Elektrisches Taxi TX E-City: nicht genug Schnellladestationen (Bild: London EV Company)

Keine neuen Taxis mit Verbrennungsmotor in der Umweltzone Londons - aber die Elektrotaxis lassen auf sich warten. Derzeit ist nur eines der Fahrzeuge unterwegs, und das auch nicht im regulären Einsatz. Grund ist ein Problem mit dem Taxameter.

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. Versicherungskammer Bayern, Saarbrücken

Das System, das Fahrzeit und gefahrene Entfernung misst, ist fehlerhaft. Das Auto übermittelt regelmäßig einen Impuls an den Zähler, um die zurückgelegte Strecke zu erfassen. Allerdings stimmten die Messwerte von Fahrzeug und Zähler nicht überein, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian.

Die Fahrt ist zu günstig

Das Fahrzeug sendet demnach zu wenig Impulse an den Zähler, weshalb der Fahrpreis zu niedrig ausfallen würde. Taxihersteller LEVC arbeite an einer Lösung, sagte ein Sprecher dem Guardian. Derzeit ist aber nicht klar, welche Komponente für den Fehler verantwortlich ist.

Das TX E-City wird von LEVC in Großbritannien gebaut. Das Unternehmen, das früher The London Taxi Company hieß, ist eine Tochter des chinesischen Automobilherstellers Geely. Das E-Taxi hat eine rein elektrische Reichweite von knapp 130 km. Das Fahrzeug ist aber nicht allein vom Akku abhängig: Es hat einen 1,3-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor als Range Extender, der Strom für Akku und Elektromotor liefert. Dadurch vergrößert sich die Reichweite auf etwa 640 km.

Das Taxi hat WLAN

Das Fahrzeug ähnelt von der Form her dem Austin FX4 von 1958, dem klassischen Londoner Taxi. Es bietet aber modernen Komfort wie WLAN, USB-Ladeanschlüsse oder die Möglichkeit für kontaktloses Bezahlen. Zudem können in dem neuen Taxi sechs Passagiere mitfahren - in die bisherigen passen fünf.

  • London EV Company TX5 (Bild: London EV Company)
  • London EV Company TX5 (Bild: London EV Company)
  • London EV Company TX5 (Bild: London EV Company)
  • London EV Company TX5 (Bild: London EV Company)
London EV Company TX5 (Bild: London EV Company)

Wegen der chronisch hohen Luftverschmutzung ist London seit Anfang des Jahres Umweltzone. Es werden nur noch Taxis mit sauberen Antrieben zugelassen. Das TX E-City fällt trotz des Range Extenders darunter. Laut LEVC sind mehre Hundert Taxis bestellt worden, sie werden aber wegen des fehlerhaften Taxameters nicht ausgeliefert.

Steve McNamara, der Chef der Licensed Taxi Drivers' Association, sagte dem Guardian, das neue Taxi sei "ein fantastisches Fahrzeug". Viele Fahrer seien aber noch skeptisch: So ist das E-Taxi beim Kauf rund 10.000 britische Pfund teurer als ein konventionelles. Wird es geleast, ist die Rate etwa 10 britische Pfund höher als die für ein Diesel-Taxi. Allerdings kann ein Fahrer laut LEVC je nach Fahrweise bis zu 100 britische Pfund an Treibstoffkosten in der Woche einsparen. Laut McNamara kritisieren die Fahrer, dass es noch zu wenige Schnellladestationen in der Londoner Innenstadt gebe.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 229,90€ + 5,99€ Versand
  2. 57,99€

Folgen Sie uns
       


Kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel - Test

Wir haben vier komplett kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel getestet. Mit dabei sind Apples Airpods, Boses Soundsport Free, Ankers Zolo Liberty Plus sowie Googles Pixel Buds. Dabei bewerteten wir die Klangqualität, den Tragekomfort und die Akkulaufzeit sowie den allgemeinen Umgang mit den Stöpseln.

Kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel - Test Video aufrufen
Facebook-Anhörung: Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle
Facebook-Anhörung
Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

In einer mehrstündigen Anhörung vor dem US-Senat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg sein Unternehmen verteidigt. Doch des Öfteren hinterließ er den Eindruck, als wisse er selbst nicht genau, was er in den vergangenen Jahren da geschaffen hat.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Facebook Messenger Zuckerbergs Nachrichten heimlich auf Nutzerkonten gelöscht
  2. Böswillige Akteure Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen
  3. DSGVO Zuckerberg will EU-Datenschutz nicht weltweit anwenden

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /