Elektromobilität: Lithium ist genug vorhanden, aber es wird teurer

Laut einer Studie der Deutschen Rohstoffagentur führt die Nachfrage nach Lithium in den nächsten Jahren nicht zu einer Verknappung, da die Förderung ausgebaut wird. Aber der Rohstoffpreis für die Akkus von Elektroautos und Mobilgeräten steigt.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektroautos an einer Ladesäule (Symbolbild): Die Nachfrage nach Lithium steigt bis 2025 um das Doppelte bis Dreifache.
Elektroautos an einer Ladesäule (Symbolbild): Die Nachfrage nach Lithium steigt bis 2025 um das Doppelte bis Dreifache. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Elektroautos brauchen Akkus, und Akkus brauchen Lithium. Mit der wachsenden Zahl der Elektroautos steigt auch die Nachfrage nach dem Alkalimetall Lithium. Eine Knappheit ist aber nicht zu befürchten. Zu dem Schluss kommt eine Studie der Deutschen Rohstoffagentur (Dera).

Stellenmarkt
  1. Teamleiter Technical IT Support (m/w/d)
    Hays AG, München
  2. Ingenieur FH / Bachelor (m/w/d) der Fachrichtung Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Hochfrequenztechnik ... (m/w/d)
    Bayerisches Landeskriminalamt, Königsbrunn
Detailsuche

Lithium ist wegen seiner Eigenschaften "für wiederaufladbare Batterien auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin eine unverzichtbare Schlüsselkomponente", schreiben die Autoren in der Studie Rohstoffrisikobewertung - Lithium. Entsprechend werde die Nachfrage stark steigen: bis zum Jahr 2025 um das Doppelte bis Dreifache. Derzeit beträgt der Bedarf 33.000 Tonnen im Jahr.

Lithium wird teurer

Durch die gestiegene Nachfrage ist der Rohstoff in den vergangenen zwei Jahren bereits deutlich teurer geworden: 2015 kostete eine Tonne Lithiumkarbonat im Schnitt 6.460 US-Dollar. Im Jahr darauf lag der Jahresdurchschnittspreis schon bei 7.460 US-Dollar pro Tonne. Anfang 2017 gab es dann einen Preissprung: Im April kostete eine Tonne Lithiumkarbonat etwa 13.000 US-Dollar. Für Unternehmen bedeuteten "Preispeaks und hohe Volatilitäten unkalkulierbare Risiken in der Beschaffung".

Die Dera erwartet, dass der Bedarf an Lithium bis 2035 weiter steigen wird. Eine Knappheit des Rohstoffs sei aber nicht zu befürchten, da die Abbaukapazitäten ausgebaut werden. Die beiden größten Lithiumproduzenten sind derzeit Australien und Chile, die zusammen knapp 80 Prozent des Rohstoffs fördern. Das werde sich aber ändern. Künftig werden Kanada und Argentinien wichtiger, Chile werde Bedeutung verlieren. 2025 werden laut Dera Australien und Argentinien die beiden wichtigsten Lithiumförderer sein. Große Vorkommen gibt es zudem in Bolivien.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Für die Produktion von Elektroautos sind aber weitere Rohstoffe nötig, darunter Metalle der seltenen Erden, die derzeit hauptsächlich aus China kommen, Graphit oder Kobalt. Über die Hälfte des Kobalts kommt aus dem Kongo, wo es zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Ach 18. Jan 2018

500km übererfüllen die Ansprüche von außerhalb der Stadt Wohnenden mehrfach und reichen...

Dwalinn 18. Jan 2018

Klar ist es eine frage des Preises aber wenn es alternativen gibt kann der Preis nun mal...

/mecki78 17. Jan 2018

Teuer wird etwas nur, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, weil dann steigt der...

tg-- 17. Jan 2018

Oh, das mag schon richtig sein, ich habe mich darauf bezogen: Wenn wir explizit von Packs...

ChMu 17. Jan 2018

Es hat sich unglaublich viel veraendert. In 5 Jahren vom 90km Golf zum 220km Golf bei...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Macbook Pro
Apple bestätigt High Power Mode für M1 Max

Käufer des Macbook Pro mit M1 Max können wohl in MacOS Monterey per Klick noch mehr Leistung aus dem Gerät herausholen.

Macbook Pro: Apple bestätigt High Power Mode für M1 Max
Artikel
  1. Bundesregierung: Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant
    Bundesregierung
    Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant

    Die Opposition kritisiert die massiven Kosten, Nutzer bewerten die App schlecht. Dennoch soll die Autobahn App nun erweitert werden.

  2. Klage: Google soll E-Privacy und Werbemarkt manipuliert haben
    Klage
    Google soll E-Privacy und Werbemarkt manipuliert haben

    Mehrere US-Bundesstaaten haben Klage gegen Google eingereicht. Das Unternehmen rühmt sich derweil, Regulierungen verlangsamt zu haben.

  3. Silence S04: Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt
    Silence S04
    Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt

    Beim Elektroauto Silence S04 kann der Nutzer den Akku selbst wechseln, wenn dieser leergefahren ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Gutscheinheft mit Direktabzügen und Zugaben • Nur noch heute: Mehrwertsteuer-Aktion bei MediaMarkt • Roccat Suora 43,99€ • Razer Goliathus Extended Chroma Mercury ab 26,99€ • Seagate SSDs & HDDs günstiger • Alternate (u. a. ASUS ROG Strix Z590-A Gaming WIFI 258€) [Werbung]
    •  /