Elektromobilität: Ladesäulen-Ausbau stockt durch Bürokratie

Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird nicht in dem Maß ausgebaut, wie es eine hohe Anzahl von Anträgen suggeriert. Schuld ist die Bürokratie.

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Öffentliche Ladesäule
Öffentliche Ladesäule (Bild: Andreas Donath)

Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektroautos verläuft trotz hoher Fördersummen in Deutschland nur schleppend. Knapp 30.000 Anträge für Ladepunkte wurden im Bundesförderprogramm für öffentliche Ladeinfrastruktur zwischen 2017 und 2020 genehmigt. Doch davon ist bis heute weniger als die Hälfte in Betrieb. 9.634 Anträge für geförderte Schnellladepunkte wurden bewilligt, doch nur 1.987 wurden davon aufgebaut, wie das Handelsblatt berichtete.

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Von den 246 Millionen Euro bewilligten Fördermitteln wurden bislang erst 30 Millionen Euro ausgezahlt, wie aktuelle Zahlen der Now GmbH zeigen, die dem Handelsblatt vorliegen.

EnBW und Aral bauten mitunter ohne öffentliche Förderung, weil ihnen die bürokratischen Prozesse zu aufwändig seien, heißt es in dem Bericht. Bei geförderten Standorten könnten sich Antrags-, Planungs- und Umsetzungszeiten im Schnitt um sechs bis zwölf Monate verlängern, erklärt EnBW.

Geld gibt es erst, wenn die Ladepunkte aufgebaut und die Rechnungen geprüft wurden. Das kann laut Handelsblatt Monate dauern.

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"Die Verwaltung sollte, wo nötig, an die Dynamik der Mobilitätswende angepasst werden", sagte Johannes Pallasch, Sprecher des Leitungsteams der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, dem Handelsblatt. Vor allem müssten Kommunen und Netzbetreiber ihre Genehmigungsverfahren beschleunigen.

Zeitnah will der Bund mit einem neuen Förderprogramm gegensteuern, das einen Fokus auf schnelles Laden legen soll. Dafür werden bis 2025 insgesamt noch einmal 500 Millionen Euro bereitgestellt.

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