Abo
  • Services:

Elektromobilität: Laden von Elektroautos ist nicht kundenfreundlich

Es gibt nicht genug Ladesäulen und viele sind auch noch wenig kundenfreundlich: Der ADAC hat über 50 Ladesäulen für Elektroautos in diversen Ballungsräumen in Deutschland getestet. Die ADAC-Tester machten ähnlich schlechte Erfahrungen wie wir. Aber eine Ladesäule gefiel ihnen richtig gut.

Artikel veröffentlicht am ,
Opel Ampera-E an EnBW-Ladesäule (auf der Hannover Messe 2018): Die beste Säule steht in Sindelfingen.
Opel Ampera-E an EnBW-Ladesäule (auf der Hannover Messe 2018): Die beste Säule steht in Sindelfingen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Nicht zu finden, wenig Informationen, kein Strom: Der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) hat Ladesäulen für Elektroautos in Deutschland getestet und diverse Mängel gefunden. Von 53 getesteten Säulen bekam nur eine die Note sehr gut, sechs hingegen waren mangelhaft.

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  2. Bosch Gruppe, Leonberg

"Das Laden an einer E-Ladesäule muss so komfortabel und bequem sein wie an einer herkömmlichen Zapfsäule", sagt Ulrich Klaus Becker, ADAC-Vizepräsident für Verkehr. Viele der Säulen wiesen Mängel bei der Nutzerfreundlichkeit auf. So kritisieren die Tester, dass viele Ladestationen keine ausreichenden Informationen über die Preise geben. Bei vielen Säulen fehlte die Angabe, wie hoch der Preis pro Ladeeinheit sei - das ist, als gäbe es an Tankstellen keine Schilder mit dem Literpreis für den Treibstoff.

Auch über die Kosten für den Ladevorgang gibt wenig Informationen. Bei vielen Stationen müssen die Kunden sowohl den Preis pro Ladeeinheit als auch den für das Laden in der App oder auf der Website des Stationsbetreibers nachschauen. Bei zehn Stationen gab es gar keine Angaben über die Kosten. Die erfährt der Kunde erst aus der Rechnung.

Wo der Preis fehlt, mangelt es auch sonst an Informationen: Zwar haben die Betreiber Websites zu ihren Säulen. Doch die sind nicht immer sehr genau. So gebe es nicht immer Angaben zur technischen Ausstattung der Säulen.

Immerhin stimmten die Adressen der Säulen auf den Websites der Betreiber meist. Doch auch das ist nicht immer ausreichend, wie die Tester feststellten. Denn vor Ort mussten sie trotzdem noch oft suchen. Zwei Drittel der Ladesäulen seien nur schlecht zu erkennen gewesen. Die Parkplätze seien klein oder nahe am fließenden Verkehr. Angaben zur erlaubten Parkdauer seien nur wenig auffällig angebracht oder den Nutzungsbedingungen zu entnehmen. Schließlich war an zwölf Ladestationen das Laden nicht ohne Zugangsberechtigung möglich.

An vier Säulen gab es keinen Strom

Am schlechtesten schnitten zwei Säulen des Betreibers Bayernwerk in München, drei von Vattenfall in Berlin und Hamburg sowie eine der Stadtwerke Halle in Merseburg ab: Die Ladesäulen in München waren kaum auffindbar und es fehlten die wichtigsten Informationen. An den anderen vier Ladesäulen war das Laden aus technischen Gründen nicht möglich. Diese Stationen bewertet der ADAC als sehr mangelhaft.

Am besten schnitt die EnBW-Ladesäule in Sindelfingen bei Stuttgart ab: Sie war in allen wichtigen Verzeichnissen gelistet und an der Straße gut zu erkennen. Alle nötigen Informationen sind an der Säule vorhanden. Falls doch Fragen auftauchen, können Nutzer eine rund um die Uhr besetzte Hotline anrufen. Das Laden ist für alle einfach möglich. Auf der Website ist zudem zu sehen, ob die Säule belegt oder defekt ist.

Den Test hat der ADAC im Sommer und Herbst vergangenen Jahres durchgeführt. Mit zwei BMW i3 haben die Tester 53 Ladesäulen in und um Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart angesteuert. Viele der vom ADAC beschriebenen Mängel haben wir bei unseren diversen Elektroautotests auch festgestellt, unter anderem bei unserer abenteuerlichen Fahrt mit dem E-Golf ins ländliche Brandenburg.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

nille02 26. Mai 2018

Ist vermutlich günstiger eine geeichte Uhr zu benutzen als einen geeichten Stromzähler...

Dwalinn 25. Mai 2018

Das Problem ist da können nur die hälfte der eFahrzuge laden daher hätte es...

Der Spatz 25. Mai 2018

Dazu gibt es ja den Standard IEC 62196-1 bis -3 der bei neuen Schnell-Ladesäulen...

DeathMD 25. Mai 2018

Ja und zu Hause brauchst du keinen Schnelllader, auch nicht auf Firmenparkplätzen, denn...

MovingWiki 25. Mai 2018

Hauptproblem an der Geschichte ist, dass ich gefühlt 100 Karten von den verschiedensten...


Folgen Sie uns
       


Royole Flexpai - Hands on (CES 2019)

Das Flexpai von Royole ist das erste kommerziell erhältliche Smartphone mit faltbarem Display. Ein erster Kurztest des Gerätes zeigt, dass es noch einige Probleme mit der Software hat.

Royole Flexpai - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Raspberry Pi: Spieglein, Spieglein, werde smart!
Raspberry Pi
Spieglein, Spieglein, werde smart!

Ein Spiegel, ein ausrangierter Monitor und ein Raspberry Pi sind die grundlegenden Bauteile, mit denen man sich selbst einen Smart Mirror basteln kann. Je nach Interesse können dort dann das Wetter, Fahrpläne, Nachrichten oder auch stimmungsvolle Bilder angezeigt werden.
Eine Anleitung von Christopher Bichl

  1. IoT mit LoRa und Raspberry Pi Die DNA des Internet der Dinge
  2. Bewegungssensor auswerten Mit Wackeln programmieren lernen
  3. Raspberry Pi Cam Babycam mit wenig Aufwand selbst bauen

Karma-Spyware: Wie US-Auftragsspione beliebige iPhones hackten
Karma-Spyware
Wie US-Auftragsspione beliebige iPhones hackten

Eine Spionageabteilung im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate soll die iPhones von Aktivisten, Diplomaten und ausländischen Regierungschefs gehackt haben. Das Tool sei wie Weihnachten gewesen, sagte eine frühere NSA-Mitarbeiterin und Ex-Kollegin von Edward Snowden.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Update O2-Nutzer berichten über eSIM-Ausfälle beim iPhone
  2. Apple iPhone 11 soll Trio-Kamerasystem erhalten
  3. iPhone mit eSIM im Test Endlich Dual-SIM auf dem iPhone

Elektromobilität: Der Umweltbonus ist gescheitert
Elektromobilität
Der Umweltbonus ist gescheitert

Trotz eines spürbaren Anstiegs zum Jahresbeginn kann man den Umweltbonus als gescheitert bezeichnen. Bislang wurden weniger als 100.000 Elektroautos gefördert. Wenn der Bonus Ende Juni ausläuft, sind noch immer einige Millionen Euro vorhanden. Die Fraktion der Grünen will stattdessen Anreize über die Kfz-Steuer schaffen.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Nikola Motors kündigt E-Lkw ohne Brennstoffzelle an
  2. SPNV Ceské dráhy will akkubetriebene Elektrotriebzüge testen
  3. Volkswagen Electrify America nutzt Tesla-Powerpacks zur Deckung von Spitzen

    •  /