Elektromobilität: Jede zweite Firma will sich elektrische Dienstwagen zulegen

Nicht nur Logistikunternehmen können die Elektromobilität voranbringen. Trotz einer prinzipiellen Bereitschaft für den Einsatz von Elektroautos sehen Industriefirmen aber noch einige Hindernisse.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Deutsche Post setzt bei ihren Firmenwagen auf Eigenbau.
Die Deutsche Post setzt bei ihren Firmenwagen auf Eigenbau. (Bild: Deutsche Post DHL)

Bei der Anschaffung von Elektroautos in Deutschland könnten Firmen eine Vorreiterrolle übernehmen. Einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom zufolge geht jedes zweite Industrieunternehmen davon aus, in den kommenden zehn Jahren Elektrofahrzeuge für den eigenen Fuhrpark oder als Firmenwagen anzuschaffen. Allerdings hält nur jede achte Firma (zwölf Prozent) eine solche Anschaffung für "sehr wahrscheinlich". 37 Prozent halten einen Kauf für "eher wahrscheinlich".

Zudem ist der Zeitraum bis 2027 recht lang bemessen, so dass sich aus der Umfrage keine Bereitschaft herauslesen lässt, ob Unternehmen wie die Deutsche Post schon jetzt E-Autos verstärkt nutzen wollen. Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen fahren.

Nach Ansicht von Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder könnte sich das Engagement der Firmen positiv auf die Verbreitung der Elektromobilität auswirken. "Wenn künftig mehr und mehr Unternehmen auf Elektrofahrzeuge setzen, wird dies auch den Erfolg bei Privatkunden vorbereiten. Wir werden mehr E-Autos verschiedener Hersteller auf unseren Straßen sehen, eine bessere Ladeinfrastruktur vorfinden und auch die Preise für die Fahrzeuge werden deutlich sinken", sagte Rohleder.

Fehlende Reichweite als größtes Hindernis

Allerdings machen die befragten 506 Industrieunternehmen eine ganze Reihe von Gründen geltend, die gegen eine sofortige Anschaffung sprechen. Wichtigstes Argument gegen den Kauf von E-Autos ist demnach eine zu geringe Reichweite (76 Prozent), gefolgt von den hohen Anschaffungskosten (46 Prozent). Für rund jedes vierte Unternehmen (29 Prozent) ist der Aufwand zu hoch, E-Autos in den bestehenden Fuhrpark zu integrieren. So seien dafür zusätzliche Wartungsverträge nötig oder es müssten Ladestationen installiert werden.

Jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) beklagt der Umfrage zufolge, dass es bislang kein elektrisches Fahrzeug gibt, das die eigenen Anforderungen in Sachen Komfort oder ausreichende Ladefläche erfülle. Aus der Umfrage geht nicht hervor, ob neben der Deutschen Post, die ihren Streetscooter selbst baut und sogar verkaufen will, auch andere Firmen die Entwicklung eigener Modelle anstreben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ArcherV 14. Mai 2017

Das gilt bei weitem nicht für jeden. Damit sind Akku Autos schon sinnvoll - nur nicht...

Anonymer Nutzer 13. Mai 2017

Ein Tesla Model S verbraucht mindestens 14 Kw pro 100 Km, dazu kommen mindestens 10...

energieingenieur 12. Mai 2017

Die sind nicht angenommen. Die sind gemessen. Über zehntausende Kilometer... Ich fahre...

Anonymer Nutzer 12. Mai 2017

In vielen Firmen hat der Mitarbeiter freie Wahl, solange der Wagen alle Kriterien erfühlt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /