Elektromobilität: Ionity soll Schnellladenetz in Europa betreiben

Ein Jahr nach der Ankündigung werden die Pläne der Autohersteller für ein europäisches Schnellladenetz konkreter. In drei Ländern soll es noch in diesem Jahr die ersten Stationen für 350 Kilowatt geben.

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Ein gekühlter Ladestecker vom Typ CCS 2 für das superschnelle Laden
Ein gekühlter Ladestecker vom Typ CCS 2 für das superschnelle Laden (Bild: Phoenix Contact)

Der Aufbau eines Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa soll von der neuen Firma Ionity betrieben werden. Das Unternehmen mit Sitz in München habe inzwischen die Geschäftstätigkeit aufgenommen, teilte der Autohersteller BMW am Freitag mit. Ionity werde schon Anfang 2018 rund 50 Mitarbeiter haben und sukzessive ausgebaut. Neben BMW sind die Autohersteller Daimler, Ford sowie die Volkswagen-Töchter Audi und Porsche an dem Joint Venture beteiligt.

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An den grundlegenden Plänen, wie sie bereits im November 2016 angekündigt worden waren, hat sich hingegen nichts geändert. Ionity soll demnach bis 2020 rund 400 Schnellladestationen mit jeweils mehreren Ladepunkten errichten und betreiben. Noch in diesem Jahr soll der Aufbau der ersten 20 Stationen starten.

Erste Kooperationen vereinbart

Die Stationen sollen das sogenannte High Power Charging (HPC) mit bis zu 350 Kilowatt unterstützen. Damit lässt sich eine Reichweite von 400 Kilometern in zwölf Minuten in den Akku laden. Dabei kann weiterhin der Stecker vom Typ CCS 2 (Combinded Charge System) verwendet werden. Die hohe Leistungsaufnahme erfordert jedoch eine Kühlung von Kontakten und Kabeln.

  • Das Hinweisschild von Porsche in Berlin-Adlershof ist mit Solarzellen bestückt. (Bild: Porsche)
  • 800-Volt-Schnellladesäulen von Porsche (Bild: Porsche)
  • Ladesäulen von Porsche (Bild: Porsche)
800-Volt-Schnellladesäulen von Porsche (Bild: Porsche)

Ionity hat bereits Kooperationen mit Tank & Rast (Deutschland), Circle K (Norwegen) sowie OMV (Österreich) vereinbart. Die ersten Stationen werden daher in den drei genannten Ländern aufgestellt. Wann und wo tatsächlich die erste Schnellladesäule von Ionity zur Verfügung steht, konnte eine BMW-Sprecherin auf Anfrage von Golem.de nicht sagen. Die entsprechenden Genehmigungen lägen bereits vor. Zudem hätten Hersteller zugesichert, die Ladesäulen für 350 Kilowatt zu liefern. Beim Endausbau sollen die Ladestationen jeweils 120 Kilometer voneinander entfernt sein.

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"Mit der Schaffung des ersten paneuropäischen HPC-Netzes machen wir die Elektromobilität langstreckentauglich. Wir haben dabei insbesondere den Kunden im Blick. Schnelle, komfortable und digital bezahlbare Ladevorgänge sind unser Ziel", sagte der neue Ionity-Chef Michael Hajesch.

Bislang gibt es jedoch noch keine Elektroautos, die sich so schnell laden lassen. Porsche hatte bereits auf der IAA 2015 sein Konzeptauto Mission E präsentiert, das sich mit bis zu 350 Kilowatt laden lässt. Auf den Markt soll es aber frühestens 2019 kommen. Zwei der erforderlichen Ladesäulen mit 800 Volt will Porsche in diesem Herbst in einer Berliner Niederlassung in Betrieb nehmen.

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M.P. 05. Nov 2017

Rechnet man die prozentuale Abgabenlast auf den Strom aus der Ladesteckdose aus, wird...

Azzuro 05. Nov 2017

Sollten deiner Meinung nach Unternehmen gar nicht mehr mitteilen, was sie planen...

M.P. 03. Nov 2017

Es kommt bestimmt auch auf die Filigranität der inneren Strukturen des Akkus an. Einem...



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