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Elektromobilität: Hat die Nikola Motor Company betrogen?

Der US-Elektrofahrzeughersteller und das Investmentunternehmen Hindenburg Research werfen sich gegenseitig schweres Fehlverhalten vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Sattelschlepper Nikola Two: gefahren oder gerollt?
Sattelschlepper Nikola Two: gefahren oder gerollt? (Bild: Nikola Motor Company)

Schwerer Kurseinbruch nach Betrugsvorwürfen: Die Aktie der Nikola Motor Company hat am 11. September stark an Wert verloren, nachdem das US-Investmentunternehmen Hindenburg Research Betrugsvorwürfe gegen den US-Elektrofahrzeughersteller erhoben hat. Nikola wiederum glaubt an eine Kursmanipulation.

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Hindenburg Research behauptet in einer Studie, Nikola habe seine Investoren und Geschäftspartner systematisch belogen. Nikola-Gründer und -Chef Trevor Milton habe "einen Ozean von Lügen" verbreitet. Dafür habe Hindenburg "umfangreiches Beweismaterial zusammengetragen - darunter aufgezeichnete Telefongespräche, Textnachrichten, private E-Mails und Fotos hinter den Kulissen".

Nikola soll falsche Angaben gemacht haben

Hindenburg wirft Nikola vor, ein Video des Brennstoffzellen-Sattelschleppers Nikola One gefälscht zu haben: Das Fahrzeug sei nicht gefahren, sondern auf einen Hügel geschleppt worden und dann hinuntergerollt. Die Behauptungen, das Unternehmen habe günstigen Wasserstoff gewonnen, seien falsch. Angaben zur Leistung von Brennstoffzellen und Akkus seien "heiße Luft".

Milton kündigte per Twitter eine ausführliche und sachliche Antwort auf die Studie an, die alle Vorwürfe widerlegen werde. Sie sollte demzufolge noch am Freitag vor der Eröffnung des Börsenhandels veröffentlicht werden. Doch stattdessen beauftragte das Unternehmen eine Anwaltskanzlei damit, die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) zu kontaktieren sowie weitere rechtliche Optionen zu prüfen.

Wegen der Studie und der Vorwürfe stürzte die Nikola-Aktie ab. Sie verlor 15 Prozent an Wert. Dabei war der Kurs gerade stark gestiegen, nachdem der US-Automobilkonzern General Motors (GM) einen Anteil von elf Prozent an Nikola übernommen hatte.

Nikola wirft Hindenburg vor, den Kurs der Aktie zu manipulieren. Hindenburg hält eine Short-Position der Nikola-Aktie. Damit macht der Besitzer Gewinne, wenn die Aktie fällt. Hindenburg hätte demnach ein Interesse an dem Kursverfall. Nikola ist seit diesem Frühjahr an der US-Börse Nasdaq gelistet.

Die Nikola Motor Company entwickelt und baut Sattelschlepper mit Elektroantrieb sowohl mit Akkus als auch mit Brennstoffzellen als Stromlieferanten. Auch ein Modell, das eigens für den europäischen Markt konzipiert wurde, ist darunter. Es soll in Ulm gefertigt werden. Außerdem hat Nikola noch elektrisch betriebene Quads und Jetskis entwickelt.

Die Akkuversion des Sattelschleppers soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen, der Brennstoffzellen-Truck 2023. Nikola liegen nach eigenen Angaben Reservierungen im Wert von 10 Milliarden US-Dollar vor.

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don.redhorse 17. Sep 2020

Börsenwerte basieren auf die Erwartungen was kommt. Deswegen ja auch die Spekulationen...

Auric 14. Sep 2020

Ist ja schön Hoffnung zu haben... Hast Du dich mit dem beschäftigt WAS die da machen...

Marvin-42 14. Sep 2020

Markmanipulation sollte bestraft werden. Aber gerade Wirecard hat doch gezeigt, dass...

Megusta 14. Sep 2020

Seit dem Betrug von Wirecard, wird doch offensichtlich dass man nur mit Lügen Reich...

masel99 14. Sep 2020

Tatsächlich? mal schnell zufällig ein paar rausgesucht https://hindenburgresearch.com...


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