Elektromobilität: Hamburg mustert Brennstoffzellenbusse aus
Keine Wasserstoffbusse mehr in Hamburg: Der Hamburger Verkehrsbetrieb Hochbahn hat seine Brennstoffzellenbusse außer Dienst gestellt. Die vier Prototypen sind bereits seit Anfang des Jahres nicht mehr in Einsatz.
Die Hochbahn hatte die Wasserstoffbusse seit 2010 betrieben. In der Zeit habe sich gezeigt, dass die Technik noch nicht ausgereift sei, sagte Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum dem Norddeutschen Rundfunk(öffnet im neuen Fenster) (NDR). "Sie haben ihren Job getan."
Ab 2020 will Hamburg nur noch Busse mit sauberen Antrieben kaufen. Vorab hatte die Hochbahn testen wollen, welche Technik für Hamburg infrage kommt. Die Wasserstoffbusse waren Teil dieses Programms.
"Zur Zeit der Ausschreibung 2017/2018 hat kein Hersteller uns sagen können, dass er die Brennstoffzellbusse serienmäßig liefern kann", sagte Kreienbaum. Deshalb habe sich die Stadt vorerst für Elektrobusse mit Akkus entschieden. Das sei aber keine endgültige Entscheidung. "Wenn die Brennstoffzelle serienreife Busse hervorbringt, sind sie weiterhin eine Option."
Der Vorteil der Wasserstoffbusse sind die hohe Reichweite und das Betanken, das schneller geht als das Laden der Akkus. Dafür stehen in Hamburg Wasserstofftankstellen in der Hafencity und im Stadtteil Hummelsbüttel zur Verfügung. Allerdings sei die Lagerung von Wasserstoff in Wohngebieten nicht unproblematisch, sagte der Hochbahn-Sprecher: Dafür gebe es behördliche Auflagen. Die gibt es für Busse mit Akkus nicht.
Die vier Wasserstoffbusse hat laut NDR ein Busunternehmer bekommen, der sie weiter einsetzen wird. Die Hochbahn will bis 2030 ihre komplette Flotte aus rund 1.000 Bussen auf saubere Antriebe umstellen.
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