Elektromobilität: Gogoro stellt austauschbaren Festkörperakku für Roller vor
Gogoro will seine Elektroroller mit Festkörperakkus ausstatten. Die Fahrer wird es freuen: Sie kommen weiter und laden kürzer.
Mehr Reichweite und mehr Sicherheit: Das taiwanesische Unternehmen Gogoro hat den ersten austauschbaren Festkörperakku für Motorroller vorgestellt.
Den Akku hat Gogoro zusammen mit dem taiwanesischen Unternehmen Prologium Technology entwickelt. Wie bei Gogoro üblich sind die Akkus für den Tauschbetrieb vorgesehen. Sie sollen wie die heutigen Lithium-Ionen-Akkus in den Motorrollern und den Ladestationen von Gogoro eingesetzt werden.
Die Lithium-Keramik-Festkörperakkus sollen künftig Lithium-Ionen-Akkus ersetzen und zum Stromlieferanten für Elektrofahrzeuge und Unterhaltungselektronik werden. Festkörperakkus haben kein flüssiges Elektrolyt, sondern ein festes aus Polymer oder Keramik. Diese Akkus lassen sich schneller laden und haben eine höhere Energiedichte.
Mit dem neuen Akku kommen Roller weiter
Das bedeutet mehr Kapazität bei gleicher Größe: Gogoro schätzt, dass die neuen Festkörperakkus eine Kapazität von 2,5 Kilowattstunden haben. Die derzeit genutzten Lithium-Ionen-Akkus haben 1,7 Kilowattstunden. Schließlich bieten die Festkörperakkus mehr Sicherheit, da sie nicht in Brand geraten können.
Die Lithium-Keramik-Technologie liefert Prologium. Das 2006 gegründete Unternehmen ist nach eigenen Angaben ein "weltweit führender Anbieter innovativer Batterietechnologien der nächsten Generation" und das erste Unternehmen auf der Welt, das Festkörper-Lithium-Keramik-Akkus in Serie produziert. Der deutsche Automobilkonzern Daimler hat sich Anfang des Jahres mit einem hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag bei Prologium eingekauft
Der Akku ist erst ein Prototyp. Die beiden Unternehmen wollten ihn zu einem kommerziellen Produkt weiterentwickeln, sagte Vincent Yang, Gründer und Chef von Prologium. Einen konkreten Zeitpunkt, wann die Festkörperakkus auf den Markt kommen sollen, hat er jedoch nicht genannt.
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