Elektromobilität: GM und LG Chem bauen gemeinsame Akkuzellenfabrik

Gerüchte über eine Zusammenarbeit zwischen General Motors und LG Chem gab es schon seit einiger Zeit. Jetzt haben die beiden Unternehmen bestätigt, dass sie künftig zusammen in den USA Akkus für Elektroautos bauen werden. Ziel ist es, den Preis für die Kilowattstunde in absehbarer Zeit unter 100 US-Dollar zu drücken.

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Elektroauto von Cadillac (Symbolbild): Über neue 1.100 Arbeitsplätze
Elektroauto von Cadillac (Symbolbild): Über neue 1.100 Arbeitsplätze (Bild: GM)

General Motors (GM) fertigt die Akkus für seine Elektroautos künftig selbst: Der US-Autohersteller baut zusammen mit dem südkoreanischen Unternehmen LG Chem eine eigene Zellfertigung auf.

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GM und LG gründen ein Joint Venture, das die Akkufabrik in Lordstown im US-Bundesstaat Ohio errichten wird. Beide Partner wollen zusammen 2,3 Milliarden US-Dollar in das Projekt investieren. Die Bauarbeiten für die neue Fabrik sollen Mitte kommenden Jahres beginnen.

In der Fabrik werden über 1.100 Arbeitsplätze geschaffen. Das Joint Venture, das noch keinen Namen hat, soll im Jahr gut 30 Gigawattstunden produzieren. Die Kapazität soll sich jedoch flexibel vergrößern lassen. Spätestens im Herbst 2021 soll die Produktion anlaufen. Dann will GM einen Pickup mit E-Antrieb vorstellen, der mit Akkus aus Lordstown ausgestattet sein soll. Möglicherweise handelt es sich dabei um einen Elektro-Hummer.

Ziel des Joint Ventures ist es nach eigenen Angaben, die Kosten für die Akkus auf ein in der Branche führendes, niedriges Niveau zu drücken. Angestrebt seien 100 US-Dollar pro Kilowattstunde, sagten Vertreter der beiden Unternehmen in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

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100 US-Dollar pro Kilowattstunde gilt als der Wendepunkt, ab dem Elektroautos günstiger werden als Verbrenner. Derzeit liegen die Preise laut einer aktuellen Erhebung von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) bei 156 US-Dollar pro Kilowattstunde. BNEF schätzt, dass die 100-US-Dollar-Marke 2023 erreicht wird. Zum Vergleich: 2010 kostete die Kilowattstunde noch über 1.100 US-Dollar.

Gerüchte um eine Kooperation von GM und LG hatte es bereits vor drei Monaten gegeben. Sie waren im Rahmen der Verhandlungen von GM mit der Gewerkschaft United Auto Workers über die Beendigung eines Streiks aufgekommen.

GM hat kürzlich sein Werk in Lordstown an die Lordstown Motor Corporation verkauft. Das neue Unternehmen will dort Elektro-Lieferwagen bauen. Gründer ist Steve Burns, ehemals Chef bei Workhorse, dem Unternehmen, das die elektrischen Lieferwagen für den Kurierdienst United Parcel Service (UPS) baut.

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