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Elektromobilität: GM entwickelt funkbasiertes Akku-Managementsystem

Der Hummer und andere Elektroautos von GM werden mit weniger Kabeln auskommen.
/ Werner Pluta
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Akkuplattform Ultium: vorgesehen für verschiedene Modelle und Fahrzeugtypen (Bild: GM)
Akkuplattform Ultium: vorgesehen für verschiedene Modelle und Fahrzeugtypen Bild: GM

Der Akku ist eine empfindliche und teure Komponente eines Elektroautos. Die Module werden deshalb von Akku-Managementsystemen überwacht. Dafür werden Überwachungssystem und Akkumodule verkabelt. Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) setzt ein neuartiges System ein, das ohne Kabel auskommt.

Ultium heißt die im Frühjahr vorgestellte Akkuplattform , die GM zusammen mit dem südkoreanischen Unternehmen LG Chem produziert. Die Ultium-Akkus sollen in verschiedenen Modellen verbaut werden, unter anderem im Cadillac Lyriq , im Hummer-Pickup sowie im autonomen Fahrzeug Cruise Origin .

Der Akku funkt nach Hause

Das Neue an dem vom Hardware-Hersteller Analog Devices entwickelten Managementsystem ist, dass es ohne Kabel funktioniert. Die Akkumodule werden mit einem Funkchip ausgestattet, der die Daten drahtlos überträgt. Zum Einsatz kommt ein 2,4-Gigahertz-Protokoll, das Bluetooth ähnelt. Die Module kommunizieren mit dem Managementsystem. Dieses wiederum kann auch über das Netz mit GM kommunizieren.

Dass das System keine Kabel hat, hat einige Vorteile: Es wird weniger Material benötigt, was Kosten und Gewicht spart. Die Akkumodule werden also leichter. Zudem wird der Aufwand bei der Herstellung und beim Einbau geringer: So kann GM die Akkumodule einfach in den verschiedenen Fahrzeugen und Fahrzeugtypen bis bin zum Lkw verwenden, ohne dass jeweils Kabelbäume oder Kommunikationssysteme entwickelt werden müssen.

Vorstellung des Cadillac Lyriq
Vorstellung des Cadillac Lyriq (00:49)

Zudem könne GM die Module über ihre gesamte Betriebsdauer überwachen – von der Produktion über den Einsatz im Fahrzeug und die Weiterverwendung in einer anderen Anwendung bis zum Recycling. Es gebe eine zentrale Stelle, von der aus das geschehe, sagte Fiona Meyer-Teruel, die bei GM für die Akkusystemelektronik zuständig ist, dem Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum(öffnet im neuen Fenster) .

Mithilfe der gesammelten Daten kann das System weiterentwickelt werden, Software-Aktualisierungen werden aus der Ferne installiert. Zur Sicherung ist das System mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgestattet.


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